Sonntag, 10. März 2013

Der Alani

(nicht wundern, ich hab den Post schon früher geschrieben, aber einfach nicht die Kraft gehabt, ihn Online zu stellen ...)
09.03.2013
Als ich aufwachte, war ich neben Rayan und Julius an die Wand gefesselt.
Im selben Raum wie Aran.
In mir tobte noch immer die Wut von gestern
Mir war inzwischen klar geworden, warum ich mich gestern so gegen Arans Griff gewehrt hatte.
Nicht weil ich ihn hasse oder ihn nicht ausstehen kann, sondern wegen dem Stein in meinem Handgelenk. Wegen dem grünen Smaragd, der mich mit dem Timechanger verbindet.
Meine Mutter Aria hat vor ihrer Gefangenschaft anscheinend noch eine Art Sicherheitsmechanismus mit eingebaut, der mich vor ihren Brüdern beschützen sollte.
"Endlich wach, kleine Nichte?", ich versuchte verzweifelt, im Halbdunkel am anderen Ende des Raumes irgendetwas zu erkennen. Keine Chance.
Mit einem Zischen entzündeten sich die Fackeln an der Wand und warfen ihr flackerndes, düsteres Licht auf den gefesselten Lirion.
Verräter am eigenen Blut. 
Ich schluckte hart.
Aran trat aus der Dunkelheit, hob die rechte Hand wie zum Gruß.
Unbewusst versuchte ich es nachzumachen, doch die Fesseln hielten.
Der Stein an seinem Handgelenk leuchtete auf.
Ein roter Stein.
Ich blickte nach rechts, mein Smaragd leuchtete plötzlich und ohne das ich was dagegen unternehmen konnte, in einem satten Grün.
"Hör auf!", fauchte ich leise.
"Du sprichst doch nicht etwa mit deinem Alani, oder? ", ich sah auf.
Auch Karan war aus der Dunkelheit getreten. Der Stein in seinem Handgelenk leuchtete aber nicht. Nein. Er leuchtete nicht.
Er saugte das Licht ein.
Er leuchtete schwarz.
Dunkelheit quoll aus ihm heraus.
"Was ... ist das?", wollte Julius leise wissen.
"Das ... ist einer der Vampirlords.", ich sah entsetzt zu den ... Wesen vor uns.
Plötzlich fiel ich nach vorne. Meine Fesseln hatten sich gelöst!
Zitternd stand ich auf.
Der Smaragd an meinem Handgelenk, Karan hatte ihn Alani genannt, leuchtete in einem hellen Grün.
"Elea ... nicht.", Lirion stöhnte auf.
Ich sah mit zusammengekniffenem Mund zu meinen Verwandten.
Karan und Aran.
Warum hatte ich eigentlich einen anderen Namen?
"Es gibt einen Grund, warum du in den Timechanger gefallen bist.", begann Karan.
Ich stand unbeweglich da.
"Aria wusste es nicht, doch ihrer Tochter sollte ein größeres Schicksal bestimmt sein, als einfach nur meine Frau zu sein.", er kicherte: "In dem sie dich freiwillig in den Strom der Zeit gab, half sie uns nur. Wir hätten dasselbe getan, hätten wir dich vor ihr bekommen."
Der Smaragd begann zu pulsieren.
Aran sah erschrocken zu Karan.
Das grüne Licht wurde heller, blendete mich.
Der komische Junge hechte zu mir.
Und plötzlich: War ich irgendwo anders.
Ich sah mich um. Hatte keine Ahnung, WO ich war.
Irgendein See. Ein unterirdischer See!
Nein!
Erschrocken fuhr ich herum und sah genau die Fesseln, mit denen mich Aran an den Felsen gekettet hatte. Damals.
Es schien, als wäre das schon so lange her ...
Klacken. Steine rollten auf den Boden.
Ich duckte mich unter dem Schlag.
"Wer bist du?"; brüllte ich den Jungen an.
"Mein Name ist Ramon.", erklärte er mit unbeteiligter Miene: "Und ich werde dich zurück zum Meister bringen!"
Und er schlug mir an die Schläfe.
Man, wie ich diesen kleinen Idioten hasse!

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