Montag, 29. April 2013

Bin ich ein Mörder?

(so, ihr müsst euch jetzt mal vorstellen, das nur so ein/zwei Tage vorbeigegangen sind, sry für die Pause, wird nicht wieder vorkommen, will ich doch hoffen)

"Dein 'Freund' kommt ja ganz schnell.", meinte Rayan genervt. 
"Ganz sicher.", äffte Julius mich nach.
Ich sah weg.
Es war ja schon richtig. Ich war schon seit 2 Tagen in dieser Zelle und Ramon ließ sich partout nicht blicken. Das konnte man nicht wirklich verlässlich nennen, oder? 
Nun ja, ich habe die Zeit damit verbracht in eine Ecke zu starren. Von Zeit zu Zeit setzte sich Rayan oder Julius neben mich, doch die meiste Zeit war ich alleine.
War mir relativ egal, den ich dachte nach.
Ramon hatte den Alani Fluchstein genannte. Seine Schwester, die den Gelben hatte, also den Topas, war verrückt geworden und hatte seine, ihre Familie umgebracht.
Ich war, zumindest meiner Meinung nach die nichts bedeuten musste, nicht verrückt.
Doch konnte das auch mir passieren? 
Könnte ich wirklich verrückt werden und meine Familie, also Lirion, oder sogar meine Freunde umbringen? Rayan, Julius, Daniel, Ramon, Karina?
Könnte ich ihr Mörder werden?
"Hey!", meine düsteren Gedanken wurden von einem Flüstern unterbrochen.
Ich sah mich erschrocken um.
"Hier bin ich.", jemand stieß mich am Fuß an. Ich sah hinunter.
Ramons Kopf ragte aus dem Boden.
"Was tust du hier?", fuhr ich ihn wütend an: "Du solltest uns schon seit 2 Tagen hier rausgeholt haben!!!"
"Sorry. Es kam etwas dazwischen."
"Was? So etwas wie Karan, zum Beispiel?"
"Mit wem redest du?", wollte Julius wissen. 
"Mit ... niemanden.", ich sah nach unten, Ramon war verschwunden.
Julius legte den Kopf schräg: "Gibt es da etwas, was du uns sagen willst?" Ich schüttelte den Kopf. "Ich seh doch, das die irgendetwas bedrückt.", er setzte sich neben mich: "Elea, du kannst uns vertrauen. Was ist los?"
"Nichts.", ich versuchte verzweifelt, meine Tränen zu unterdrücken.
Aber ich hatte meine Freunde schon zu lange angelogen, zu lange hatte ich ihnen die Wahrheit vorenthalten. Karan, Aran, Lirion, der Alani, Ramon, der  Traum, die Kratzer.
Zu viele Lügen.
Ich lehnte mich an Julius und fing hemmungslos an zu schluchzen.

Naja, und ihr könnt euch vorstellen, das ich dann nichts ordentliches mehr machen konnte.
Ramon erschien an diesem Abend nicht mehr. 

Freitag, 29. März 2013

"Fluchstein"

Ich wurde davon wach, das Ramon sich aus meinem Griff löste. 
Blinzelnd versuchte ich irgendetwas zu erkennen, doch mein Blick klärte sich erst nach einigen Sekunden. 
Als ich endlich normal sehen konnte, hatte Ramon sich schon wieder aufgerichtet und spähte über den Felsen. 
Ich blieb sitzen. 
"Nichts zu sehen.", meinte der Junge niedergeschlagen: "Die Wachablösung ist erst in einer Stunde oder so." 
"Du hast den Alani Fluchstein genannt.", bemerkte ich. 
"Wie bitte?"
"Den Alani. Der Smaragd in meinem Handgelenk. Du hast ihn Fluchstein genannt." 
"Ähm, ja. Richtig."
"Warum?", wollte ich wissen. 
Ramon schluckte hart. 
"Warum hast du ihn Fluchstein genannt?", fragte ich: "Der Alani soll unsere Rettung sein. Mithilfe von ihm kann ich irgendwie diese Welt retten. Er ist Segen und kein Fluch!" 
Er fuhr zu mir herum. 
"Auch in meiner Familie gab es sogenannte Alani.", er sah mich wütend an: "Auch meine Familie hat eins daran geglaubt, das diese "Geschenke Gottes", wie der Name übersetzt heißt, unsere Rettung sein würden.", er sah zu Boden: "Meine große Schwester hatte den gelben Alani. Doch der Stein war zu mächtig. Sie wurde verrückt und drehte allmählich durch, bist sie eines Tages alle umbrachte. Ich blieb verschont, weil ich an diesem Tag in der Schule gewesen war. 
Sie sollte unsere Hoffnung sein und doch bedeutete sie unseren Untergang. 
Deswegen glaube ich nicht daran, das sie unsere Rettung sein können." 
"Verstehe.", ich nickte. 
"Okay, los gehts.", meinte Ramon: "Du weißt, wo die Zellen sind?", ich nickte. 
"Du befreist Lirion und die anderen und ich lenke die Wachen ab."
Ich nickte, rannte los. Sprintete über die Freifläche. 
Das Tor zum Gefängnis begann sich zu schließen. 
Ich hechtete darunter hindurch. 
Mit einem Knall schloss sie sich hinter mir. 
Irgendjemand richtete ein Schwert auf mich. 
Langsam stand ich auf, den Blick gesenkt. Dann schoss mein Handgelenk nach vorne und eine Welle grünen Lichts warf den Wachmann vor mir und auch seine wartenden Kollegen um. 
Okay. Weiter gehts. 

An der Zelle angekommen sah ich mich nach einem Schlüssel oder einer Art Öffnungsmechanismus um. Fehlanzeige. Keinerlei Schlüsselloch oder sonst irgendwas an der Tür zu sehen. 
Plötzlich bekam ich einen Stoß in den Rücken, fiel nach vorne gegen das Gitter. Nein. Nicht gegen das Gitter. Durch das Gitter. 
Ich klatschte in eine schmutzige Pfütze. 
"Hey.", hörte ich eine Stimme: "Das ist unser Trinkwasser, pass gefälligst auf!"
"Julius?", fragte ich verwirrt. 
"Elea?", ein Schatten trat aus dem Halbdunkel: "Elea, du bist es!" Und im nächsten Augenblick fand ich mich in einer festen Umarmung wieder. 
"Was machst du hier? Haben sie dich geschnappt?", überhäufte er mich mit Fragen. 
"Naja, eigentlich wollte ich ja befreien ..."
"Tolle Rettungsaktion.", das war Rayan. 
"Ich lächelte. "Ich hab jemanden draußen, der holt uns schon raus!"
"Wer?"
"Ramon." 
"Wie bitte?", entsetzt wich Julius vor mir zurück: "Dieser kleine Assasine der für Karan arbeitet? Was hast du denn mit dem am Hut?" 
"Er ist okay.", ich grinste: "Er hat mich vor Karan gerettet."
"Und dann wird er uns hier rausholen? Ganz sicher."
"Ja.", meinte ich: "Ganz sicher."

Donnerstag, 28. März 2013

Der Kleine

Das Karan mich finden sollte, war klar.
Aber ich dachte nicht, das er es so schnell schaffte.
Nachdem er mit Lukas fertig war, war er schon hinter mir her.
Ich hörte ein Rauschen hinter mir und als ich mich umsah, schaute ich ihm direkt ins Gesicht.
Ohne darüber nachzudenken ließ ich mich fallen, wich seinen nach mir greifenden Händen aus und schoss in die entgegengesetzte Richtung davon.
Als ich an Lukas' Leichnam vorbeikam, überkam mich kurz ein Schuldgefühl, doch ich schüttelte es sogleich wieder ab. Das war der falsche Augenblick, den Karan hatte sich inzwischen umgedreht und flog mir hinterher.
Ich flehte innerlich meinen Alani an, etwas schneller zu fliegen, doch der grüne Smaragd war schon am Ende seiner Kräfte. So wie ich auch.
Ich versteckte mich hinter einem Felsen und versuchte meinen keuchenden Atem zu beruhigen, während ich gleichzeitig sinnloserweise das grüne Licht an meinem Handgelenk versuchte zu verbergen.
Mithilfe seines schwarzen Alanis konnte Karan im Dunkeln sehen. Das düstere Licht sorgte zwar bei Tag nur für Schatten, bei Nacht aber ließ es die Welt für den Besitzer in einem unheimlichen grauen Licht erstrahlen, das niemand anderes sehen kann.
Als Karan vorbeiflog, presste ich mich an den Felsen.
Er blieb in der Luft stehen.
Drehte sich langsam um.
Ich dachte, er hätte mich bemerkt, aber er schüttelte nur den Kopf und flog weiter.
Plötzlich spürte ich eine warme Hand auf meinem Mund.
Ich versuchte mich umzudrehen, doch eine leise Stimme flüsterte in mein Ohr: "Sei still!" Ich nickte. Jeder war besser als Karan.
Ich ließ mich von dem/der Unbekannte/r wegziehen, langsam und leise in die bodenlose Dunkelheit hinter mir.

Als wir außer Hörweite waren, drehte ich mich um. Ohne das ich daran denken musste leuchtete der Alani auf und hüllte die Umgebung in ein sanftes grünes Licht.
Vor mir stand Ramon.
"Du?", keuchte ich.
Und plötzlich wurde mir alles klar.
"Du wolltest mich von Anfang an nicht ausliefern, oder?"
"Genau. Ich mag zwar ein böser kleiner Junge sein, aber ich werde bestimmt nicht den Schlüssel zur Zerstörung der Magicons an den größten Bösewicht unserer Zeit ausliefern!", meinte Ramon.
"Aber warum hast du mich dann überhaupt gefangengenommen?"
"Ich musste mir Karans Vertrauen erarbeiten.", erklärte er.
"Wenn du das Magicon nicht zerstören willst, warum hast du ihn dann geholt?"
"Ich habe ihn nicht geholt. Er ist von alleine gekommen."
"Aber wo warst du dann?"
Der Junge zögerte. "Nicht wichtig ...", murmelte er.
"Okay.", ích sah mich: "Was hast du jetzt vor?"
"Wir befreien Lirion und die anderen, besiegen Karan und holen die ganzen Leute aus dem Tresor raus."
"Das ist ein sehr einfacher Plan.", bemerkte ich.
"Die einfachen Pläne können nicht so schnell durchkreuzt werden. Je komplizierter ein Plan ist, desto mehr kann schief gehen."
"Von wem hast du das?", fragte ich.
"Das sagte einst ein weiser Mann ...", traurig senkte Ramon den Blick.
"Tut mir Leid.", meinte ich betroffen.
"Schon okay.", der Junge straffte sich wieder: "Los geht's."
Er hielt mir die Hand hin. Verwirrt sah ich ihn an.
"Na, wir müssen hoch fliegen! Und ich hab keine Flügel, also müssen wir deinen Fluchstein benutzen.", erklärte Ramon.
Ich nahm seine Hand.
Augenblicklich leuchtete der Stein noch heller als davor und im nächsten Moment schossen wir schon nach oben.
Zum Glück war der Tunnel, durch den wir senkrecht nach oben flogen, relativ breit, denn ich habe keine Ahnung, wie man scharfe Kurven bei hoher Geschwindigkeit machen kann o.O
Nachdem wir eine gefühlte halbe Stunde geflogen waren, kamen wir auf einem Felsenvorsprung an. Meine zitternden Beine hielten mich nicht mehr und ich fiel zu Boden. Ramon blieb unbeweglich stehen und wartete, bis ich mich wieder einigermaßen erholt hatte.
Dann gingen wir weiter.
Lirion und die anderen waren inzwischen in einer anderes Verlies gebracht worden.
Mein Chef war in einer separaten Zelle mit einem dicken Eisenring um den Hals.
Rayan, Julius und die anderen in einer gemeinsamen Größeren gegenüber.
"Worauf warten wir?", fragte ich.
Ramon und ich versteckten uns hinter einem Felsen direkt vor dem Eingang zum Kerker. Ich sah meine Freunde, konnte jedoch nicht zu ihnen.
"Auf die Wachablösung.", Ramon drehte sich um und ließ sich am Felsen hinuntersinken. Erst jetzt bemerkte ich, wie erschöpft der Kleine eigentlich war.
So etwas war wohl doch nichts für einen 10jährigen.
Ich setzte mich neben ihn, legte ihm den Arm um die Schulter. Er lehnte sich an die Meine und war sofort eingeschlafen.
Aber ich blieb noch lange wach. 

Mittwoch, 27. März 2013

Ein letztes Mal

Heute kam es zu etwas ... komischen, was ich eigentlich nicht erwartet habe.
Ich erzähls euch jetzt nicht gleich am Anfang, das würde die ganze Spannung kaputt machen, aber es war wirklich ... komisch. Ich kann es irgendwie immer noch kaum glauben.

Also, ich war ja wieder gefesselt und Lukas bewachte mich, während Ramon Karan holen sollte.
Eine aussichtslose Situation, nicht wahr?
So schien es jedenfalls, selbst für mich, obwohl ich normalerweise ein relativ motivierter Mensch sein kann.
Doch irgendwann begann Lukas zu sprechen.
"Elea?", ich antwortete ihm nicht. Das hielt ihn aber nicht davon ab, weiterzureden: "Ich wollte das alles nicht. Ich dachte, es wäre das Richtige ..."
"Für wenn?", fauchte ich: "Für die Menschen? Für das Magicon? Oder für dich selbst?" Er schluckte betroffen.
Voll ins Schwarze getroffen.
"Ja, ich war ein wenig egoistisch, aber das heißt nicht, das ich Karans Methoden gutheiße, vor allem nicht, wenn er meine Freundin opfern will."
"Ich bin nicht mehr deine Freundin." "Oh."
Hatte er wirklich geglaubt, das ich nach so etwas noch mit ihm zusammen sein könnte? Das ich einfach seinen Verrat vergessen könnte?
Er sah zu Boden.
Er stand auf.
Zückte sein Messer.
Ich versuchte nach hinten wegzurutschen, doch in meinem Rücken war eine massive Wand.
Er kam näher.
Und schnitt meine Fesseln durch.
Verwundert rieb ich mir meine Handgelenke.
"Ich kann nicht zu lassen, das wegen Karan und meinem Egoismus das Magicon untergeht.", antwortete er auf meinen verwirrten Blick: "Selbst wenn ich irgendwann noch der Meinung war, das dies gut ist. Alle Magiconmitglieder in einem Raum einsperren, in dem sie höchstwahrscheinlich verrückt werden, einen Teil töten und Lirion entführen und foltern - da geht er zu weit!", er schnitt die Fesseln am Fuß durch: "Und jetzt, Renn!"
"Aber ... was ist mit dir? Karan wird ..."
"Irgendjemand muss hier bleiben. Und du kannst das nicht sein!"
"Aber ...", eine Träne rollte mir über das Gesicht. Lukas bedeutete mir noch immer etwas! Er war mein Freund, verdammt noch mal. Ich konnte ihn doch nicht einfach Karans Wut überlassen!
Ich hörte ein weit entferntes Rauschen. Karan's coming.
"Lauf!", fauchte Lukas eindringlich: "Lauf um dein Leben!"
Ich nahm ihn in den Arm, drückte ihn ganz fest an mich. Ein letztes Mal atmete ich seinen Geruch ein. Ein letztes Mal ließ ich ihn los, ein letztes Mal drehte ich mich um und winkte ihm. Dann machte ich einen Schritt in den Abgrund und er verschwand aus der Sichtweite.
Als ich schon mehrere Minuten geflogen war, hörte ich seinen schmerzerfüllten Schrei.
Die Situation war klar.
Karan bestrafte ihn. 

Montag, 25. März 2013

Schutz kann auch Fluch sein

ich schreib sobald Lukas mich mal kurz aus den Augen lässt, sry, bin grad unter Zeitdruck

okay, die daraus folgende Frage ist ja, warum in aller Welt ich von Lukas bewacht werde, nicht wahr?
Naja, ich hab einen Fehler gemacht.
Ich hab mich in einer Höhle versteckt.
Wollte Schlafen (verständlich nach 2 Tagen pausenlosen Versteckens)
Um mich vor Ramon und Lukas zu schützen habe ich Schutzzauber gesponnen. Und das war der Fehler -.-
Okay, es klingt jetzt nicht wirklich wie ein Fehler, richtig? Ich meine, der Zauber sollte mich ja schützen.
Aber dadurch, das er da war, bemerkte Ramon mein Versteck.
Tja, und dann holten sie mich raus während ich schlief.
Zumindest waren wir weit von dem See entfernt, deswegen wurden mir einfach nur Beine und Handgelenke zusammengebunden.
Und Lukas sollte mich bewachen, während Ramon Karan holte.
Ich muss hier weg. 

Samstag, 23. März 2013

Ganz kurz mal Zwischendurch

Sry, das ich mich einen Tag lang nicht gemeldet hab, aber die Magie des Smaragdes hat mein Internet gestört.
Im Moment bin ich wieder zurück am See und warte darauf, das Ramon zurückkommt, zurück zu seinem Meister läuft.
Dann werde ich ihm folgen und Lirion und die anderen befreien.
Die letzten 2 Tage im Schnelldurchlauf:
Also, davonfliegen, verstecken, gegen übergroße Fledermäuse kämpfen, fast von Lukas entdeckt werden, stundenlang bewegungslos bleiben, beinahe von Ramon erwischt werden.
Hübsch, nicht wahr?

So, muss Schluss machen, da kommt er! 

Donnerstag, 21. März 2013

Lukas

Erst mal danke für eure Hilfe!
Eure ausführlichen Kommentare haben mir wirklich weitergeholfen.
Okay. Das war böse.
Aber ich hätte am Ende ja eh nicht drauf gehört, nicht wahr?

Also, wie gesagt hatte ich mich in einer kleinen Höhle auf der anderen Seite des Sees vor Ramon und Lukas versteckt, die plötzlich alle Feindseligkeiten aufgehoben (bzw. auf später verschoben) hatten und gemeinsam systematisch die Höhle durchsuchten.
Ich weiß auch nicht, was das mit Jungs ist.
Mal prügeln sie sich und im nächsten Moment sind sie beste Freunde o.O
Egal.
Irgendwann beschloss ich, das das Verstecken sinnlos wäre.
Das lag vielleicht aber daran, das Ramon mein Versteck beinahe entdeckt hatte ...
Auf jeden Fall wartete ich noch einen Augenblick bis er noch ein Stück näher gekommen war, dann sprang ich los.
Ich hatte den Überraschungseffekt auf meiner Seite, also landete ich einen Tritt direkt in seinen Brustkorb. Aber dieser Vorteil währte nicht lange.
Wäre ich nicht so lange an den Felsen gekettet gewesen, ich hätte gegen den 10 Jährigen eine Chance gehabt. Aber nicht so. Nicht nach schrecklicher Ernährung und keinerlei Bewegung.
Den nächsten Schlag fing Ramon ab, führte mich mit seiner linken Hand an meinem Arm an sich vorbei und wollte die Technik mit einem Ellenbogenschlag in den Rücken beenden, doch ich kam ihn zuvor und rammte ihm den meinen in die Seite.
Keuchend schubste er mich weg und hielt sich die Rippen.
Dann straffte er sich wieder, sprang nach vorne.
Doch bevor er mich erwischte, hatte mich Lukas weggezogen.
Ich versuchte mich aus dem Griff meines ehemaligen Freundes zu befreien, doch die paar trainingsfreien Wochen hatten seine Kraft nicht geschmälert.
Mich fest im Griff rannte er durch die Höhle, Ramon dicht auf den Fersen.
"Lass mich los!", brüllte ich ihm ins Ohr, doch er ignorierte mich eisern.
Langsam fiel Ramon immer weiter zurück. Gegen ein durch dunkle Magie an Kraft gewonnenes Magiconmitglied hatte er doch keine Chance.
Als er außer Sichtweite war, sprang Lukas ein letztes Mal in die Luft, landete auf einem höher gelegenem Vorsprung und ließ mich von seinem Rücken runter. Ich rollte mich ab, sprang wieder auf und wollte ihn angreifen, doch irgendetwas in seinem Blick ließ mich innehalten.
Er sah mich einfach an, mit diesem traurigen Hundeblick, der selbst Steine erweichen konnte. Ich erwischte mich dabei wie ich mir wünschte, Lukas damals nicht als Verräter beschimpft zu haben.
Ich schüttelte den Kopf, verbannte solche Gedanken aus meinem Kopf. Lukas war ein Verräter! Er hatte uns an die Vampire verraten, weil er der Meinung gewesen war, das sie Recht hatten.
Recht.
Was war das eigentlich noch, jetzt, wo das Magicon gefallen war, Lirion, einer der mächtigsten Magier dieser Welt, sollte demnächst exekutiert werden, alle unsere Kämpfer waren entweder tot oder in Gefangenschaft und Karinas Reich mit den restlichen Mitgliedern war so gut wie ungeschützt.
Warum sollten wir noch kämpfen, wenn wir eh keine Chance auf den Sieg hatten?
Ich hätte mich Ohrfeigen können. Wie zur Hölle kam ich auf solche Gedanken???
Ich schaute zu Lukas.
"Was willst du?", fauchte ich.
"Ich verstehe, das du nicht vergessen kannst, was ich gemacht hab.", begann er.
Ich sah ihn  mit unbewegter Miene an.
"Aber du musst verstehen, das das die richtige Entscheidung war. Karan ist zu mächtig, als das man sich ihm widersetzen kann. Selbst Lirion ist gefallen!"
"Lirion ist nicht gefallen!", zischte ich wütend: "All das wäre nie passiert, wenn du ihnen nicht den Eingang gezeigt hättest. Und außerdem hat nicht einmal Lirion eine Chance gegen eine solche Übermacht an Vampiren!"
Mit diesen Worten drehte ich mich um und ging zum Abgrund.
Lukas war insgesamt mithilfe von Magie 5 Meter in die Luft gesprungen, um diesen Vorsprung zu erreichen. Ich hatte keine Chance, hier wieder runterzukommen, ohne mich zu verletzen.
Außer ...
Ich sah zu meinem Handgelenk. Der Smaragd leuchtete schon lange nicht mehr, er schimmerte nur leicht in dem Licht, das Lukas heraufbeschworen hatte.
Als er erkannte, was ich vorhatte fing er an, vor Erwartung zu glimmen. Helles Grün.
Erschrocken sah Lukas mich an.
"Tschüssi.", ich sprang hinunter, fing meinem Fall mithilfe des Edelsteins ab und flog davon.
Du kriegst mich bestimmt nicht, mein lieber Lukas.


Mittwoch, 20. März 2013

Verräter hoch 2

Also, ich könnte jetzt einen ewig langen Post darüber schreiben, wie schlecht es mir doch geht, weil Ramon mich hier allein gelassen hat. Weil er einfach nicht zurückkam und mich hier verdursten/verhungern ließ.
Aber das wäre falsch.
Zwar ließ sich mein Gefängniswärter wirklich eine Woche lang nicht blicken, aber irgend so ein kleines bleiches Wesen brachte mir regelmäßig was zu Essen und zu Trinken. Es erinnerte mich an Gollum aus Herr der Ringe, auch wenn so etwas total unlogisch ist.
Er kam so angekrochen und sprach die ganze Zeit von sich selbst, während ich das Zeug aß, was er als Essen bezeichnete. Graugelbe Pampe mit einer roten Soße, die verdächtig nach Blut aussah.
Ich ließ die Finger davon, aber nach 3 Tagen war ich so hungrig, das ich das gelbliche Zeug einfach herunterschlang. Danach war mir zwar kotzübel, aber was tut man nicht fürs überleben ...
Okay, genug von diesem ach so leckeren Gefängnisfraß. Als Essen kann mans ja nicht bezeichnen.
Naja, der Grund, warum ich schreibe ist, das Ramon doch noch zurück gekommen ist.
Gollum war grad da, hatte ein sehr ausdehntes Gespräch mit sich selbst. Ich muss schon zugeben, es ist echt interessant, jemandem zuzuhören, der unter einem so ausgeprägten Narzissmus leidet. Echt.
Ich hatte das "Essen" mal wieder nicht amgerührt.
Er kam einfach her, blaffte Gollum an von wegen er solle gefälligst verschwinden. Diese kleine Ratte tat es dann auch noch.
Naja, Ramon ist ja ziemlich furchteinflößend. Kann es sein. Egal.
Wir waren dann wieder allein.
Ich an meinen Lieblingsfelsen gefesselt, Ramon vor mir stehend.
Er hockte sich vor mich hin. Kam näher.
Ich drückte mich an den Stein, so weit es nur ging.
Ramon legt den Kopf schief.
"Was will Karan von dir?"; fragte er.
"Wie bitte?"
"Was will Karan von dir?", wiederholte der Junge seine Frage.
"Ähm ...", verwirrt sah ich ihn an.
"Er erzählt immer von diesem Opfer und dem Altar. Wie er dich, seine Verlobte, opfern will.", Ramon stand wieder auf: "Aber er will mir nichts davon sagen, was dadurch passiert. Wofür er dich braucht!" Er drehte sich weg.
"Ich ... ich hab keine Ahnung."
"Na dann ... gibt es keinen Grund dich mehr am Leben zu lassen!", Ramon fuhr herum, zückte sein Messer.
"Aber damit würdest du dich Karan widersetzen!"
"Das hatte ich schon lange vor."
Ich zögerte.
"Du würdest ... ihn einfach verraten.", fassungslos sah ich zu ihm hoch: "Du würdest einfach mal deinen Herr und Meister verraten."
"Genau.", er schob mithilfe des Messers meinen Kopf hoch: "Einfach so."
Er holte aus.
"Stop!", rief jemand.
Ich versuchte um den Felsen herumzublicken, doch die Fesseln saßen fest.
"Was willst DU denn hier?", fauchte Ramon den Unbekannten an.
"Ich will Elea. Das ist alles.", er trat um den Felsen herum.
Ich sah ihn. Ich erkannte ihn.
Und ich riss an den Fesseln, um ihm an die Kehle zu fahren.
"Lukas!", brüllte ich, während ich verzweifelt versuchte freizukommen.
Aber nicht, um meinem ehemaligen Freund um den Hals zu fallen, nein, ich wollte ihn ein für alle Mal fertig machen.
Er stellte sich vor mich.
"Ich schätze, es war eine gute Entscheidung, dich nicht heimlich zu befreien, oder?"
Ich starrte ihn nur wütend an.
"Verschwinde!", befahl Ramon: "Das ist meine Aufgabe!"
"Aber zu deiner Aufgabe gehört nicht, das Opfer zu exekutieren, nicht wahr? Und als Stellvertreter Karans des Großen bin ich verpflichtet, dich für diesen Verrat bezahlen zu lassen!", fauchte Lukas.
"Ach, hat er dir eine Beförderung verschafft? Arbeitest jetzt in höchsten Kreisen, hm?", verachtend spie ich diese Worte auf.
Er ignorierte mich, richtete seine Handfläche auf Ramon. Goldene Energie blitze auf, schoss auf den Jungen zu. Traf ihn voll in die Brust.
Nichts passierte.
Überhaupt nichts.
"Ein Immuner.", hauchte ich.
Immune sind ganz selten. Sie absorbieren jede Art von Magie. Einfach jede.
Es ist unmöglich, ihnen mit Magie irgendwelchen Schaden hinzuzufügen.
"Verdammt.", fluchte Lukas und wich einem Faustschlag aus. Er trat Ramon ins Gesicht, der Fuß ging jedoch daneben. Er tauchte unter dem erhoben Arm des Jungen durch, schlug ihm gegen den Rücken. Ramon stolperte einige Schritte nach vorne, fing sich aber sogleich wieder.
Ich war mir nicht ganz sicher, auf wessen Seite ich war.
Stand ich auf Lukas' Seite, einem ehemaligen Magiconmitglied und meinem Exfreund oder stand ich auf der Seite von Ramon, der mich zwar umbringen wollte, aber immerhin gegen den Verräter kämpfte.
Inzwischen stand Lukas wieder mit dem Rücken zu mir. Ramon balancierte am Rande des Felsens. Hinter ihm ging es steil hinab ins dunkle Wasser.
Lukas sprang auf ihn los. Im selben Moment warf der 10 Jährige sein Messer. Mein ehemaliger Freund wich ihm aus. Es fuhr knapp neben meinem Kopf in den Felsen und blieb stecken.
Es dauerte etwas, bis ich realisierte, das die scharfe Klinge meine Fesseln durchtrennt hatte.
Ich befreite mich von den Resten der Ketten, die mich an den Felsen gebunden hatten, bewegte vorsichtig meine Handgelenke und stand dann auf. Etwas wackelig zwar, schließlich war ich über eine Woche lang an dieses Stück Stein in einer sehr unangenehmen Position gefesselt gewesen, aber trotzdem.
Ich stand.
Okay, was jetzt?
Ramon und Lukas kämpften noch immer. Sie hatten noch nicht bemerkt, das ich frei war.
Ich beschloss, mich langsam aber hastig zurückzuziehen. Keine Ahnung, wie das funktionieren soll, auf jeden Fall war ich außer Sichtweite ehe Lukas die zerschnittenen Ketten bemerkte.
Er wies Ramon darauf hin.
Die beiden beschlossen, mich zusammen zu suchen.
Oh.
Super.
Jetzt arbeiten die beiden auch noch zusammen.

Ich bin grad in einer Höhle auf der anderen Seite des Sees, versteck mich vor den beiden. Ich hab keine Ahnung, wie ich hier wieder rauskomme.
Hat einer von euch 'ne Idee?
Ich brauch hier grad wirklich einen Denkanstoß! 

Dienstag, 12. März 2013

Wartezeit

Also, erstmal ist Ramon zwar ziemlich gründlich, aber irgendwie auch etwas dumm.
Er hat mich einfach an diesem Felsen gelassen. Allein.
Ehrlich mal.
Er ist gegangen.
Mal schauen, wann er zurückkommt. o.O

Montag, 11. März 2013

Schlimme Erinnerungen

Ich am Fels. 
Aran, wie er mir näher kommt. 
Aran, wie er mich festhält. 
Aran, wie er mir seine Zähne in den Hals gräbt. 

Die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen.
Ramon hat mir irgendwas gegeben, ich weiß nicht, was es war, doch es ist einfach nur furchtbar.

Callie, wie sie über dem Vampir hockt. 
Callie, wie sie mich anspringt. 
Callie, wie sie meinem Hals langsam näher kommt. 

Es soll aufhören!
Ich schreie, reiße an meinen Fesseln, doch keine Chance.
Keine Chance auf entkommen!

Karan, wie er über dem Abgrund schwebt. 
Wie er immer näher kommt. 
Wie er mich in den Arm nimmt. 

Elea, werd bewusstlos, verdammt noch mal!
Elea, schlaf ein, damit du keinen Schmerz mehr empfinden kannst.
Tu es einfach!

Lukas greift mich am Arm. 
Sieht mir in die Augen. Dieser Blick ...
"Es tut mir Leid. Es tut mir so leid." 

Macht, das es stoppt!
Macht, das es ...

Süßer Junge

(nicht wundern, ich hab den Post schon früher geschrieben, aber einfach nicht die Kraft gehabt, ihn Online zu stellen ...)
10.03.2013
Ramon.
Bin ich ihm je schon mal begegnet?
Diesem 10 jährigen Jungen, der mich schon 2 mal bewusstlos geschlagen hat?
Er kommt mir so bekannt vor, wie jemand aus einem längst vergessenem Traum.
Jemand, den man kannte und doch aus irgendeinem Grund vergessen hat.
Er ist irgendwie süß.
Ich meine, schon klar, er ist 10, aber wenn man ihm zuschaut, wie er penibel Knoten um Knoten einen fesselt, wie er penibel seinen Dolch säubert.
Dann findet man ihn eben süß.
So wie man die kleine 3 jährige Schwester süß findet, während sie laut irgendetwas brüllend durch das Zimmer läuft oder grinsend versucht, einen Ball hinter ihrem Rücken zu verstecken.
Aber jetzt mal was ernsthaftes.
Denn auch wenn Ramon übels knuffig ist, so brauchte ich doch ziemlich lange, um ihn zu überzeugen.
Naja.
Ich wachte also auf.
Zum Glück hatte mir Ramon erspart, an den selben Felsen wie vor 2 Wochen (?) gefesselt zu werden, aber er konnte es sich nicht nehmen, mir trotzdem die Handgelenke auf den Rücken und die Füße aneinander zu binden-
Ich lag in einer recht unbequemen Position und versuchte mich erstmal mindestens 5 Minuten lang in eine aufrechte Position hochzuarbeiten. Irgendwie war ich zu stolz, den Jungen darum zu bitten ...
Aber irgendwann hatte ich es doch geschafft.
Ramon währenddessen schnitzte unbeteiligt an einem weißen Stück Holz herum.
Erst auf den zweiten Blick erkannte ich, das das kein Holz, sondern Knochen waren.
Und auf den dritten Blick erkannte ich, das es menschliche Knochen waren.
Was war das für ein 10 Jähriger?
"Wer ist der Meister, von dem du gesprochen hast?", fragte ich, während ich krampfhaft versuchte meinen Blick von seiner Schnitzarbeit abzuwenden.
"Mein Meister eben." Oh. Tolle Antwort o.O
"Und warum braucht er mich?", versuchte ich es.
"Das weiß ich nicht."
Was für ein braver Diener.
"Warum warten wir hier?", dritter Versuch.
"Weil der Meister erst noch mit dem Verräter fertig werden will, bevor er zur Zeremonie schreitet und das Lamm zum Opferaltar führt."
Lamm? Altar? Zeremonie???
Ich verstand gar nichts.
Aber eins war mir klar. Wer der Verräter war.
"Was macht er mit Lirion?", wollte ich wissen.
"Ich weiß es nicht."
"Ach verdammt noch mal, das kann doch wohl kaum die Wahrheit sein! Du bist ein intelligenter 10 Jähriger Junge und ein treuer Diener, du musst doch irgendetwas wissen!"
Ramon sah zu Boden. Ich hatte seinen wunden Punkt getroffen.
"Entweder vertraut er dir nicht genug oder du bist für ihn nicht so wichtig, nicht wahr?", ich tat so, als wäre ich mitfühlend, aber es war nicht nur Show. Der Kleine tat mir wirklich Leid.
Er schwieg.
Hätte ich auch getan, hätte jemand Lirion in Frage gestellt.
Lirion! Er war in Gefahr!
Hastig sah ich mich nach etwas um, das die Schnüre hätte durchschneiden können. Ein spitzer Stein oder ein Felsenvorsprung vielleicht.
Meine Finger fanden ein scharfes Stück abgesplitterten Steines. Langsam begann ich die Fesseln durchzuschaben. Es dauerte nicht lange, da waren die Schnüre so weit locker, das ich sie ohne Probleme hätte losreißen können.
Ich sah zu Ramon. Er hatte es anscheinend noch nicht bemerkt.
Mit einer schnellen Bewegung sprang ich auf, riss mich los und wollte nach ihm schlagen, doch er hob den Arm und fing den meinen ab.
Erschrocken sprang ich wieder zurück.
"Du hättest dich nicht wehren sollen.", meinte er kalt und schnippte mit dem Finger.
Irgendetwas passierte mit dem Alani, also dem Smaragd in meinem Handgelenk. Er fing an, in einem roten Licht zu pulsieren.
Nicht grün. Sonderm rot.
Und dann fiel ich auf den Boden und konnte mich nicht mehr rühren.
Ramon fesselte mich erneut und band mich an den Felsen. An den Felsen.
Irgendwie fand ich den Jungen dann gar nicht mehr süß.

Sonntag, 10. März 2013

Der Alani

(nicht wundern, ich hab den Post schon früher geschrieben, aber einfach nicht die Kraft gehabt, ihn Online zu stellen ...)
09.03.2013
Als ich aufwachte, war ich neben Rayan und Julius an die Wand gefesselt.
Im selben Raum wie Aran.
In mir tobte noch immer die Wut von gestern
Mir war inzwischen klar geworden, warum ich mich gestern so gegen Arans Griff gewehrt hatte.
Nicht weil ich ihn hasse oder ihn nicht ausstehen kann, sondern wegen dem Stein in meinem Handgelenk. Wegen dem grünen Smaragd, der mich mit dem Timechanger verbindet.
Meine Mutter Aria hat vor ihrer Gefangenschaft anscheinend noch eine Art Sicherheitsmechanismus mit eingebaut, der mich vor ihren Brüdern beschützen sollte.
"Endlich wach, kleine Nichte?", ich versuchte verzweifelt, im Halbdunkel am anderen Ende des Raumes irgendetwas zu erkennen. Keine Chance.
Mit einem Zischen entzündeten sich die Fackeln an der Wand und warfen ihr flackerndes, düsteres Licht auf den gefesselten Lirion.
Verräter am eigenen Blut. 
Ich schluckte hart.
Aran trat aus der Dunkelheit, hob die rechte Hand wie zum Gruß.
Unbewusst versuchte ich es nachzumachen, doch die Fesseln hielten.
Der Stein an seinem Handgelenk leuchtete auf.
Ein roter Stein.
Ich blickte nach rechts, mein Smaragd leuchtete plötzlich und ohne das ich was dagegen unternehmen konnte, in einem satten Grün.
"Hör auf!", fauchte ich leise.
"Du sprichst doch nicht etwa mit deinem Alani, oder? ", ich sah auf.
Auch Karan war aus der Dunkelheit getreten. Der Stein in seinem Handgelenk leuchtete aber nicht. Nein. Er leuchtete nicht.
Er saugte das Licht ein.
Er leuchtete schwarz.
Dunkelheit quoll aus ihm heraus.
"Was ... ist das?", wollte Julius leise wissen.
"Das ... ist einer der Vampirlords.", ich sah entsetzt zu den ... Wesen vor uns.
Plötzlich fiel ich nach vorne. Meine Fesseln hatten sich gelöst!
Zitternd stand ich auf.
Der Smaragd an meinem Handgelenk, Karan hatte ihn Alani genannt, leuchtete in einem hellen Grün.
"Elea ... nicht.", Lirion stöhnte auf.
Ich sah mit zusammengekniffenem Mund zu meinen Verwandten.
Karan und Aran.
Warum hatte ich eigentlich einen anderen Namen?
"Es gibt einen Grund, warum du in den Timechanger gefallen bist.", begann Karan.
Ich stand unbeweglich da.
"Aria wusste es nicht, doch ihrer Tochter sollte ein größeres Schicksal bestimmt sein, als einfach nur meine Frau zu sein.", er kicherte: "In dem sie dich freiwillig in den Strom der Zeit gab, half sie uns nur. Wir hätten dasselbe getan, hätten wir dich vor ihr bekommen."
Der Smaragd begann zu pulsieren.
Aran sah erschrocken zu Karan.
Das grüne Licht wurde heller, blendete mich.
Der komische Junge hechte zu mir.
Und plötzlich: War ich irgendwo anders.
Ich sah mich um. Hatte keine Ahnung, WO ich war.
Irgendein See. Ein unterirdischer See!
Nein!
Erschrocken fuhr ich herum und sah genau die Fesseln, mit denen mich Aran an den Felsen gekettet hatte. Damals.
Es schien, als wäre das schon so lange her ...
Klacken. Steine rollten auf den Boden.
Ich duckte mich unter dem Schlag.
"Wer bist du?"; brüllte ich den Jungen an.
"Mein Name ist Ramon.", erklärte er mit unbeteiligter Miene: "Und ich werde dich zurück zum Meister bringen!"
Und er schlug mir an die Schläfe.
Man, wie ich diesen kleinen Idioten hasse!

Freitag, 8. März 2013

Der Junge

Also, der Grund, warum ich über eine Woche lang nicht schreiben konnte, war eben dieses dunkle Loch, von dem ich in dem letzten Post erzählt habe.
Irgendwer schmiss mir zwar regelmäßig was zu Essen hinunter (eigentlich alle 3 Tage ein bisschen was...) und an der Wand floß ein dünner Strahl Wasser hinunter, sodass ich hier weder verdurstete noch verhungerte, aber es war trotzdem total unangenehm.
Naja.
Das Internet fiel gleich am ersten Tag aus, kurz nachdem ich meinen letzten Post geschrieben hatte.
Jeder Tag verlief gleich.
Ich wachte auf, blieb liegen, wartete auf irgendetwas, das nicht eintrat.
Schlief wieder ein.
Hin und wieder stand ich auf, trank etwas oder aß ein bisschen war.
Was anderes konnte man hier nicht machen.
Ich dachte nicht nach. Ich blockierte eine Gedanken, denn mir war klar, das mich so was verrückt machen würde. Das hatte ich schon mal gemacht, aber das ist eine andere Geschichte.
Nach ich weiß nicht wie vielen Tagen (inzwischen ist mir klar geworden, das es etwas mehr als eine Woche war...) wurde ich rausgeholt.
Naja, rausgeholt kann man es nicht nennen.
Jemand schmiss ein Seil rein, an dem ich heraufklettern konnte.
Zwar hatten mich die Tage in dem Loch geschwächt, aber ich zog mich dennoch hoch.
"Komm mit.", sagte ein kleiner Junge.
Er war vielleicht mit.
Selbst wenn die Messer und Dolche an seinem Gürtel gewesen wären, mir wäre nie der Gedanke in den Kopf gekommen, mich zu widersetzen.
Ich hatte eh keine Chance. (Ihr erinnert euch an die Deckendekoration? o.O)
Ich folgte ihm.
Wir gingen durch hohe Gänge, deren Wände aus schwarzem Stein bestanden. Der Boden war schwarzer Marmor. Die Decke schwarzer Fels.
Etwas zu dunkel für meinen Geschmack.
Lirion hätte es gefallen ...
Aber Nein!
Ich verbannte diesen Gedanken aus meinem Kopf.
Ich hatte grad anderes zu Tun.
Nach ca. 10 Minuten blieb der Junge abrupt stehen, so dass ich fast in ihn hineinlief.
"Was ... ist los?", wollte ich erschrocken wissen.
Er sagte nichts.
Ich sah mich um.
Es sah nicht anders aus als die letzten 10 Minuten. Immer noch genauso schwarz.
Plötzlich öffnete sich der Boden unter mir.
Das letzte, was ich sah, war das Gesicht des Jungens. Unbeeindruckt.
Dann fiel ich.
Irgendwie gewöhne ich mich inzwischen daran.
Das ist möglicherweise auch der Grund dafür, das ich diesmal nicht bewusstlos geworden bin. Wenigstens etwas Gutes o.O
Als ich auf dem Boden ankam, war ich trotzdem einige Sekunden lang wie betäubt.
Vor meinen Augen tanzten zuerst noch bunte Schlieren.
Ich kniff sie zusammen und sah auf.
Okay, das hätte ich vielleicht nicht machen sollen.
Erschrocken zuckte ich zusammen.
"Hallo, meine liebe Nichte.", grinste Aran.
"Elea!", rief Julius.
Ich fuhr herum.
Ich war mitten im Raum aus einem Loch in der Decke gestürtzt.
Vor mir war Aran.
Hinter mir waren meine Freunde an die Wand gefesselt.
Ich wollte zu ihnen laufen, doch mein Onkel berührte mich an der Schulter und ich konnte mich nicht mehr rühren.
"Alles okay?", wollte ich wissen, während ich versuchte, mich von dem Zauber, der mich blockierte, zu befreien.
"Ja!", antwortete Julius an seinen Fesseln zerrend.
"Bleibt dort! Ich hol euch!", doch Aran zog mich an ihn ran, flüsterte mir ins Ohr: "Nicht so schnell, liebste Nichte." Ich hätte Kotzen können.
"Lass. Mich. Los!", fauchte ich ihn an.
"Niemals.", zu viel Nähe.
Ich drehte durch.
Schlug wild um mich.
Erwischte Aran am Kopf.
Er ließ mich loß, taumelte benommen zurück.
Ich beruhigte mich nicht.
Irgendjemand, ich glaub, es war dieser komische Junge, schlug mir vor die Stirn.
Ich brach zusammen.
Nun ja, und was danach kam, könnt ihr euch ja denken, oder?

PS: Mir ist grad aufgefallen, das meine Posts immer damit enden, das ich bewusstlos werde. Vielleicht sollte ich mal etwas dagegen unternehmen ...

Mittwoch, 27. Februar 2013

Karan

Also, ich war in diesem wunderbaren, dunklen, kalten Raum.
Und ich könnte jetzt noch eine ewig lange Liste mit weiteren Adjektiven hinterherschieben, die dieses ... Loch beschreiben würden, aber ich will euch das ersparen.
Auf jeden Fall war es nicht angenehm.
Es war tief.
Es war eng. Vielleicht 2 mal 2 Meter, wenn nicht weniger.
Schmutzig, der Boden feucht.
Einfach nur widerlich.
Naja, ich hab mich dann hier so gut wie möglich eingerichtet.
Mal sehen, wie schnell ich hier rauskomme ...

Montag, 25. Februar 2013

Die Falltür

Okay, ich muss vornweg sagen: ICH HASSE KARAN!!! ICH HASSE IHN, SEINEN BRUDER UND SEINE BEKLOPPTEN IDEEN!!!
Er ist so ein ... mir fällt nicht mal ein Schimpfwort ein, das so schlimm wie er ist!!!
(und das muss was bedeuten, denn dank Julius kenn ich sehr viele Schimpfwörter xD)
Also, ich wurde von diesem ach so freundlichen Wächter vor diese Halle auf den Boden geworfen. Mein erster Gedanke war natürlich Flucht, aber ein Blick nach oben und ich verwarf diesen Gedanken sofort. Kameras schmückten die Decke, so als ob das eine modische Dekoration wäre.
Okay. Also warten.
Ich setzte mich an die Wand, schlang meine Arme um meine Beine.
Kurz darauf öffnete sich eine Tür mir gegenüber.
Ich sah mich um.
Sollte ich? Oder lieber nicht?
Ich blieb sitzen.
Erstmal.
Doch nach 10 Minuten wurde es mir zu bunt, ich sprang auf und ging langsam auf die dunkle Öffnung in der Wand zu.
"Alles Okay, Elea, dir passiert schon nichts.", ich atmete durch.
Und trat durch die Tür. 
Das hätte ich vielleicht nicht tun sollen.
Krachend schlug hinter mir die Tür ins Schloss. Ich musste mich nicht umdrehen, musste nicht verzweifelt an der Klinke rütteln, ich wusste, was los war: Ich war eingesperrt.
Naja, dann könnte ich ja wenigstens mal mich hier umschauen.
Langer, dunkler Raum.
Irgendwie ist dieser Bruder von Karan nicht wirklich einfallsreich.
Das nennt man Mangel an Fantasie o.O
Ich geh so durch diesen Raum.
Trete auf eine Fliese. KLICK.
Oh, supi. Eine Falltür.
Und ich falle.
Komme relativ hart auf.
Kalter, dunkler Raum.
Ich bin alleine. 

Samstag, 23. Februar 2013

Ein wenig Galgenhumor

"Elea! Verdammt noch mal, wach auf!", das war das Erste, was ich hörte, als ich aus der Dunkelheit auftauchte.
"Was ist los?", wollte ich verwirrt und vielleicht auch leich belämmert wissen.
"Du wurdest bewusstlos in die Zelle hineingeworfen und jetzt sag, was ist passiert!", befahl Daniel harsch.
"Hey, lass sie doch erstmal aufwachen.", bestimmend schob Rayan meinen Partner weg.
"Wie gehts dir?", wollte er wissen.
"Och ... dafür, das ich mind. 5 Mal ins Gesicht geschlagen worde ganz gut.", ich hob meine Hand an meine Nase. Naja, wenigstens war noch alles dran^^
"Also, was ist passiert?", Daniel drängte sich wieder vor.
"Karans Bruder hat Lirion gefoltert.", meinte ich kurz und knapp.
"Wer ist Karan?", wollte Julius wissen.
"Karan ist dieser dämliche Vampir, der das Magicon attackiert hat, du Idiot!", fauchte Daniel.
"Wen nennst du hier einen Idiot?", Julius baute sich vor dem Jungen auf.
"Dich, wen den sonst? Es kommt hier niemand anderes dafür in Frage."
"Jungs, Klappe!", fauchte ich wütend.
Nach dem Treffen mit Karans Bruder war ein Streit das Letzte, worauf ich Bock hatte.
Die Beiden schauten verärgert zu mir.
"Wir haben jetzt andere Probleme, schon vergessen? Wenn wir hier raus sind, könnt ihr euch meinetwegen so viel prügeln wie ihr wollt, aber jetzt nicht!"
"Stimmt.", Daniel nickte. Julius kniff wütend seine Lippen zusammen, tat es ihm aber nach.
In dem Moment wurde die Kerkertür aufgestoßen.
Ich fuhr erschrocken zusammen.
Leise zogen wir uns alle in die Dunkelheit an der Wand zurück.
"Elea.", mehr nicht.
Nur mein Name.
Ich sah zu Daniel, sah zu Julius, zu Rayan.
Stand auf.
Ging auf das Licht zu.
Wurde von einem Wächter brutal aus der Zelle gezerrt.
Oh, ich hatte es fast schon vermisst, dieses Gefühl o.O
Also, wieder durch alle möglichen Gänge bugsiert, dann wieder vor einer Halle auf den Boden geschmissen. Ach, ich liebe mein Leben im Moment <3<3<3 (*facepalm*)

Freitag, 22. Februar 2013

Karans Bruder

...

ist ungefähr dasselbe wie gestern, einfach ein wenig warten^^

 Also, ich saß in dieser Halle.
Irgendwann kam ein Wächter und zerrte mich in einen großen, langgestreckten, dunklen Raum. Warf mich auf den Boden und ließ mich alleine.
Alles was ich hörte, war mein Atem.
Irgendwann stand ich auf.
Sah mich um. Okay, das war schon mal sinnlos, denn es war stockduster.
Ich ging los, mit der Hand die Dunkelheit vor mir abtastend. Ich wollte ja nicht irgendwo davorknallen und mich verletzen.
Mindestens 5 Minuten später war ich immer noch nicht auf eine Wand gestoßen.
Dann spürte ich eine Hand auf meiner Schulter.
Ich fuhr herum, doch der Schatten hinter mir war schon wieder verschwunden.
"Hallo?", rief ich leicht erschrocken in die weite Dunkelheit hinein.
"Sei gegrüßt, Elea, Arias Tochter."
Ich streckte meine Hand aus, bekam aber nichts als Luft zu fassen. Ich wirbelte herum, doch da war niemand. Ich war allein.
"Wer bist du?", fragte ich.
"Ich bin Karans Bruder."
"Und was willst du von mir?", fauchte ich.
"Ich will dir mein Werk zeigen.", ich konnte deutlich ein kleines gemeines Kichern hören.
Plötzlich ertönte ein Klicken und am anderen Ende des Zimmers erschien ein Licht.
Ich rannte los.
Ich weiß, wie total bekloppt es ist, in einem dunklen Zimmer einfach daraufloszurennen, aber ich konnte nicht anders.
Im Lichtkegel stand ein Stuhl.
An diesen Stuhl war jemand gefesselt.
Nicht irgendjemand.
"Lirion!", schrie ich und erhöhte mein Tempo.
Nur einige Meter von meinem Bruder entfernt wurde ich von einer unsichtbaren Mauer zurückgestoßen.
"Lass. Mich. Los!", schrie ich.
Denn mit Lirion war nichts okay.
Sein Oberkörper war nackt, und in seine helle Haut waren die Worte "Verräter am eigenen Blut" eingeritzt. Brutal hineingeschnitten, so als wäre er ... ein Stück Holz oder so etwas!!!
"Was hast du gemacht???", brüllte ich in ohnmächtiger Wut.
"Er hat das bekommen, was er verdient, oder etwa nicht?"
"Das stimmt nicht! Das Magicon lag falsch!"
Ich bekam eine schallende Ohrfeige und stolperte einige Schritte zurück.
"Sag. So. Etwas. Nie. Wieder!", jedes Wort wurde mit einem weiteren Schlag unterstrichen.
Blut tropfte aus meiner Nase auf den schwarzen Boden und bildete eine dunkle Pfütze.
Beim letzten Schlag brach ich zusammen.
"Lirion ...", hauchte ich und dann war ich weg.

Donnerstag, 21. Februar 2013

Der Kampf um das Magicon oder die Wächter

sry Leute, das hier nicht so viel steht, ich hab den Post schon fertig, muss ihn nur noch hier reinkopieren, ich mach das dann, wenn diese bescheuerten Wächter mich mal für 'ne Sekunde aus den Augen lassen -.-

Also:
Wir wachten auf.
Wir schauten uns lange an.
Wussten, das heute alles entschieden werden sollte.
Tod oder Leben.
Frieden oder Krieg.
Magicon oder Karan.
Mein Leben oder mein Verlobter. 
Tolle Wahl.
Muss ich ehrlich sagen -.-
Naja, erstmal haben wir noch das gegessen, was übrig geblieben war.
Haben uns fertig gemacht.
Niemand von uns hatte auch nur darüber nachgedacht, mich auszuliefern.
Wir stellten uns gegenüber des Lochs auf, das Karans Bohrer hinterlassen hatte.
Nebeneinander.
Warteten.
Nur wenige Augenblicke nachdem wir fertig waren, hörten wir ein kratzendes Geräusch.
Es schien von überall zu kommen.
Ich sprang in die Luft. Gerade rechtzeitig.
Vampire schossen aus dem Boden und griffen uns an.
Sie hatten leichtes Spiel.
Wir waren wenige und obendrein hatten sie den Vorteil des Überraschungseffekts.
Doch wir schlugen uns tapfer.
Ich feuerte grüne Energie in die Erde.
Rayan, Julius, Daniel und die anderen kämpften. Lirion konnte ich nicht entdecken.
Doch allmählich erschlaffte unser Widerstand.
Zuerst wurde Javen unter die Erde gezogen, dann Luke.
Dann der Rest.
Daniel wurde bewusstlos geschlagen, Julius mit einem Schlag gegen die Schläfe betäubt.
Rayan lag verletzt auf dem Boden, er hatte keine Chance.
Schließlich blieb ich alleine.
Unter mir ein Meer von Vampiren, die nur so nach meinem Blut lechzten.
Über mir mehrere Meter Gestein, die mich von der Freiheit trennten.
Verzweiflung überkam mich.
Was sollte ich tun?
Ich war allein! Alle anderen waren schon gefangen, tot oder schlimmeres.
Was sollte ich tun?
Ich war kein so guter Kämpfer wie Daniel, Rayan oder Julius. Wie sollte ich es allein mit mind. 20 Vampiren aufnehmen?
Was sollte ich tun?
Was sollte ich tun?
Was verdammt noch mal konnte ich tun?
Ich war am Verzweifeln.
Im Nachhinein kommt mir meine Aktion gleich ziemlich blöd vor, aber nun ja ...
Ich schwebte hinunter.
Ich begann zu kämpfen.
Steckte einen Schlag nach dem anderen ein. Es war mir egal.
Verhaute übels viele Vampire. War mir ebenfalls egal.
Irgendwann sah ich nur noch rot.
Ich schlug zu, ohne zu sehen, wohin.
Ich duckte mich nicht mehr vor den Schlägen weg und als die Bewusstlosigkeit kam, begrüßte ich sie wie einen lang vergessenen Freund ...

Als ich aufwachte, war es um mich herum dunkel.
Stockdunkel.
Das Erste, was ich machte, war nach meinem Dolch zu greifen. Er war weg.
Dann ging die Hand in meine Jackentasche. Mein Handy war noch da.
Ich drückte auf den An-Knopf.
Na, das nennt man gute Technik! Telefon funktionierte, obwohl es einiges an Schlägen eingesteckt haben muss. Akku ging auch noch.
Ich fing an, zu tippen. Schrieb.
Plötzlich hörte ich ein Keuchen neben mir.
Vor Schreck ließ ich beinahe das Handy fallen.
"Wer ... wer ist da?", wollte ich wissen.
"Elea?", mir fiel jemand um den Hals.
Daniel? Nein, Julius.
"Hallo.", flüsterte ich: "Wo sind wir?"
Julius ließ mich los.
"Ich habe keine Ahnung, aber da hinten sitzen noch Rayan und Daniel, ich hab das Licht gesehen und bin deswegen hergekommen."
"Sind wir ... eingesperrt?"
"Jop."
Klar. Er hatte selbst jetzt noch gute Laune.
Also, wir waren in einer dunklen Zelle.
Zusammen. Nur Lirion und ... Lukas fehlten. Aber der gehörte eh nicht mehr dazu.
Toll.
Karan hatte uns also geschnappt.

Das ist der erste Tag. Aber da kommt schon wieder einer, ich muss

jup, werde jetzt schnell noch den bekloppten Text hier reinkopieren, bevor noch so eine verf*ckte Wache kommt. Sry Leute, bin grad echt etwas gereizt, vor allem, weil Karan mich gleich zu ihm holt. Ihr könnt ja schon mal etwas spekulieren, worums da geht -.- zumindest nichts angenehmes, das ist ja schon mal klar

Tag 2.
Das schreibe ich einfach, weil ich irgendeine Abtrennung brauch. Eine Überschrift.
Wir sind noch immer in dem Verlies, haben schon einmal geschlafen, ich habe aber keine Ahnung, wie spät es ist, welches Datum heute ist und ich weiß nicht mal, wo wir sind.
Lustig, nicht war?
Ich sitze hier, tippe auf meinem Handy rum, während Julius Steine durch die Gegend kickt und Daniel seinen Kopf immer wieder gegen die Wand schlägt. Rayan sitzt einfach nur bewegungslos da. Irgendwie gruselig, aber er ist nun mal ein Vampir.
Ich auch. 
Irgendwie kann ich es noch immer kaum glauben.
Das mit Aria, das mit Arian, das mit Lirion, das mit Karan.
Dein Schicksal ist bestimmt. 
Genau das ist es, was ich jetzt brauche.
Noch mehr Druck. ^^
Oh Sch****
Da kommt ein Wächter.
Muss aufhören, sonst gibts bestimmt Ärger.

Der Typ hat mich aus der Zelle herausgezerrt, was weder freundlich noch höflich war, und mich durch die Gänge irgendwohin gezogen.
Jetzt sitze ich in einem großen, beleuchtendem Vorraum, ka wo.
Irgendwann ist der Wächter noch mal gekommen und hat mir gesagt, das Karan mich erwartet, ich solle mich doch gefälligst für ihn hübsch machen.
Pah! Der Idiot kann mich mal!
Werd mich ganz bestimmt nicht für ihn schön machen. 

Dienstag, 19. Februar 2013

Mein ... Verlobter

Albtraum.
Ich stehe erneut in der Höhle. 
Niemand ist hier. 
Kein Arian, kein Rayan, kein Lirion, kein Lukas, kein Julius, kein Daniel, niemand. 
Ich bin allein. 
Ein Wind streicht durch den Felsen, unheimliche Stimmen herantragend. 
Ich springe von dem Felsen, laufe los. 
Meine nackten Füße klatschen auf den Stein.
Es tut so weh, doch ich kann nichts anderes als weiterlaufen. 

Immer weiter. 
Plötzlich bleibe ich stehen. 
Vor mir ist ein Abgrund. 
In ihm schwebt ein Vampir, auf Augenhöhe mit mir, doch zu weit, um nach ihm zu greifen. 
"Was willst du hier?", schreie ich. 
"Aber weißt du das denn nicht?", plötzlich ist er hinter mir. Ich will herumfahren, doch er legt seine Arme um mich. Ich versuche mich zu wehren, doch es ist sinnlos. 
Seine Lippen kommen meinem Ohr näher. 
Ich wünsche mich an einen weit entfernten Ort. 
Irgendwohin, wo es schön ist. 
"Arias Tochter war schon immer mir versprochen.", hauchte der Vampir: "Schon vor ihrer Geburt war ihr Schicksal vorbestimmt."
"Lass mich los!", schreie ich. 
Doch er lässt nicht los. 
Seine Zähne nähern sich meinem Hals. 
Nein! Nicht noch einmal. 
Da löst sich der Traum auf. 
Was bleibt, ist ein bitterer Geschmack im Mund. 
Und ein Name. 
Karan. 
Mein Verlobter. 

Ich fuhr auf.
Nur ein Traum, versuchte ich mich zu beruhigen.
Nur ein Traum.
Aber warum wirkte er so echt?
Ich schlug die Decke zurück. Meine Fußsohlen waren blutig von dem Laufen durch die Felshöhle, weit unten unter dem Magicon ...
Den gesamten Tag konnte ich diesen "Traum" nicht aus dem Kopf schlagen.
Konnte an nichts anderes mehr denken.
Egal wobei, egal ob ich Verletzte versorgte, ob ich ein wenig übte oder ob ich Lirion bei seinen taktischen Überlegungen zuhörte - meine Gedanken waren immer bei was anderem.
Ich ging ins "Bett" mit einem flauen Gefühl im Magen.
Morgen würde es so weit sein.
Morgen würden wir uns Karan stellen.
Die entscheidende Schlacht.
Das Magicon stand auf dem Spiel! 

Montag, 18. Februar 2013

Der Vampirfürst

Ich lebe noch.
Ich weiß, das ist klar, weil dieser Post hier steht und weil Anna schon wieder so einen ewig langen Text geschrieben hat, aber mir kommt es immer noch komisch vor.
Den gestrigen Eintrag habe ich mich den Worten "Wünscht mir Glück. Wir werden es brauchen." beendet.
Naja, das haben anscheinend nicht so viele gemacht, denn was heute passiert ist, ist geradezu furchtbar! Ich kann es selbst noch kaum glauben! Das Lukas ...
Nein! Stop!
Ich erzähl es euch von Anfang an, okay?
Also, wir standen alle im Atrium.
Ich, Lirion, Lukas, Julius, Daniel, Rayan, Luke, Javen und noch ein paar andere.
Insgesamt waren es etwas weniger als 50 Leute, einige hatten sich noch aus dem Staub gemacht, als sie das Etwas gesehen hatten, was sich da langsam durch die Decke zu uns hinunterbohrte.
Lirion hatte schon alle möglichen Zauber ausprobiert, doch das schwarze Metall der Spitze absorbierte einfach alles.
Und dann brach dieses dunkle Etwas durch.
Steine, riesige Steine fielen von der Decke.
Daniel wurde von einem getroffen und stürzte taumelnd vom Brunnen. Julius hinterher, aber ich glaube, der wollte ihm nur helfen.
Ich drückte Lukas Hand ein letztes Mal und sprang in die Luft.
Lirion tat es mir nach und so flogen wir zusammen nach oben in Richtung Loch.
Dunkle Gestalten sprangen uns entgegen.
Der Ersten wich ich aus, dem nächsten rammte ich eine Hand voller grüner Energie ins Gesicht. Die Dritte erwischte mich mit ihrer Faust am Kinn, ich wurde herumgeschleudert, fing mich aber wieder und trat ihr voll gegen den Brustkorb, so dass sie nach hinten flog und gleich 3 andere mit sich mitriss.
Tja, kommt davon, wenn man sich mit mir anlegt!
Faustschläge, Tritte. Zauber und Flüche. Schreie. Abstürzende Gestalten.
So sah meine nächste halbe Stunde aus.
Als ich dann nach unten schaute, erblickte ich ein wahres Schlachtfeld.
Unsere Leute waren inzwischen auf ungeführ 20 dezimiert, während aus dem Loch in der Decke immer weitere Vampire strömten.
Daniel stand schon wieder und kämpfte, genauso wie Lukas, Julius und Rayan. Luke hatte eine ordentliche Beule, machte aber tapfer weiter, während Javen sich in die Mitte zum Brunnen geschleppt hatte und sich eine blutende Brustwunde hielt.
Ich schwebte zu ihm hinunter und presste meine Hand auf sein rot gefärbtes Hemd.
Erschrocken sah er zu mir auf.
Die Wunde schloss sich.
"Danke ..:", hauchte Javen.
Ich nickte.
Da hörte ich von der Seite Julius' Schrei: "Elea, pass auf!"
Ich fuhr herum und wurde im selben Moment von einem Stein gerammt.
Ich flog quer durch den Raum und knallte gegen eine Wand.
Wusste nicht mehr, wo oben und unten ist. Mein Körper war ein einziger Schmerz.
Benommen richtete mich auf. Vor mir landete ein Vampir, wurde aber von Lukas zur Seite gestoßen. Vorsichtig half mein Freund mir auf. Ich lächelte selig. Ich weiß auch nicht, warum. Wahrscheinlich eine Folge des Kopfstoßes.
Der Vampir griff Lukas an.
Mein Freund ließ mich los und ich fiel taumelnd gegen die Wand.
Da kam er.
Der Vampirfürst.
Es war, als ob es nie wieder Glück in dieser Welt geben würde, so düster erschien seine Aura. Sie war so dunkel, das es schmerzte.
Die Gegner trennten sich voneinander, die Kämpfe hörten auf.
Die Mitglieder des Magicons sammelten sich auf der einen Seite des Brunnens, die Vampire auf der anderen.
Lirion trat vor.
"Was willst du hier?", herrschte er den Fürsten an: "Das ist das Gebiet des Magicons! Nach dem alten Pakt ..."
"Der alte Pakt ist nicht erfüllt, also komme mir nicht mit so etwas!"
Erinnerungen. An diesen Mann. An diesen Vampir.
Ich fiel auf ein Knie, hielt mir den Kopf.
Lirion sah sich nach mir um.
"Du bekommst sie nicht!", fauchte er.
"Dann ist der Pakt nicht erfüllt.", der Fürst lachte: "Glaubt ihr mickrigen Menschen denn wirklich, das ihr euch uns widersetzen könnt? Die Vampire sind die nächste Evolutionsstufe! Wir waren immer dazu bestimmt, die Welt zu regieren, doch diese Einrichtung, die sich Magicon nennt, hat uns das verboten!"
"Es dient zum Wohl aller, Menschen wie Vampire!", rief Julius.
"Klappe! Ich spreche nicht mit niederen Angestellten.", der Fürst machte eine ausschweifende Handbewegung, ganz so als ob er eine lästige Mücke verscheuchen wollte und der Junge wurde gegen die Wand geschleudert und landete neben mir.
"Ich bin ... kein niederer Angestellter!", fauchte Julius. Blut floß aus seinem Mundwinkel, doch er richtete sich wieder auf. "Und du bist ... TOT!", schrie er, sprang in die Luft und ballte seine Hand zur Faust. Goldene Energie sammelte sich. Er öffnete die Hand und das Licht schoss auf den Fürst zu.
Der zuckte nicht einmal mit einer Augenbraue.
Nichts passierte.
Keuchend kam Julius neben Lirion auf.
Der Fürst lachte los. Schallend.
"Dachtet ihr wirklich, so etwas könnte mich aufhalten?" Und das ist nicht nur künstlerische Freiheit. Er hat das wirklich gernauso betont!!!
Ich hielt mir die Ohren zu. Ich hielt seine Stimme nicht aus! Diese süße kühle Stimme, die sich in meinen Kopf bohrte und nichts als Schmerz hinterließ. Die so viel versprach, aber nichts davon erfüllte ...
Der Fürst sprach weiter und ich hörte ihn noch immer.
Nein!
Hör auf!
Ich will das nicht!
Ich schrie auf.
Alle sahen sich nach mir um.
"Elea, was ist los?", besorgt dreht Lukas sich nach mir um.
"Bring sie her!", befahl der Vampir.
Wenn meinte er damit? Er richtete sich nicht gegen einen seiner Diener, sondern gegen ... gegen ... gegen ... gegen ...
"Es tut mir Leid.", murmelte Lukas.
Er griff mich am Arm.
"Es ist für das Magicon.", flüsterte er leise in mein Ohr, während er mich aufrichtete.
"Das Magicon liegt aber falsch!", fauchte ich und riss mich los.
Lukas wich zurück.
"Fürst!", rief ich und stellte mich auf den Brunnen.
"Hallo, Tochter von Aria.", er verneigte sich spöttisch: "Was verdanke ich die Ehre?"
"Ich verlange von dir, das du das Magicon auf der Stelle verlässt. Der Pakt, den ihr vor vielen Jahren mit den Vampiren schuft, ist über die Jahre wirkungslos geworden! Euch gehört hier nichts, weder ich noch sonst wer!"
"Solch gewichtigen Worte aus solch zarten Mund ...", der Fürst lächelte. Dann wurde er wieder ernst: "Ihr habt zwei Tage lang Zeit, um eure Verletzten zu versorgen und eure Entscheidung noch einmal zu überdenken! Denn wenn sie falsch ist ... wird übermorgen Abend kein Magicon mehr existieren!"
Damit verschwand er.
Ich schaute mich nach Lukas um, doch er war verschwunden.
Zitternd brach ich zusammen.
Das war zu viel!
Auf meinen Schultern lastete eine zu große Last!
"Hey ...", Daniel richtete mich auf: "Nimms nicht so schwer."
Ich lächelte gequält: "Natürlich. Es könnte sein, das übermorgen wegen mir das Magicon zerstört wird, aber sonst ist alles okay, nicht wahr?" Galgenhumor vom Allerfeinsten.
"Hör auf!", fauchte Julius: "Das ist verdammt noch mal nicht deine Schuld, also hör auf, dich in Selbstmitleid zu suhlen!" Er hustete und Blut spritzte auf den Boden.
"Wir versorgen jetzt erstmal die Verletzten und dann überlegen wir uns, was wir mit diesem Vampir machen, okay?", ohne eine Antwort abzuwarten, ging er zu einer Wand und begann den Bereich davor vom Geröll  freizuschaufeln.
Ich saß da wie betäubt.
Hör auf dich in Selbstmitleid zu suhlen.
Tat ich das wirklich? Konnte ich wirklich nichts dafür? Aber ... Nein!
Abrupt richtete ich mich auf, zuckte aber gleich vor Schmerz zusammen.
Ich musste mich zusammenreißen!
Langsam stand ich auf und half den anderen dabei, die Verletzten zu versorgen.
Stunden später saßen wir erschöpft an der Wand.
Auch meine Wunde war versorgt.
Lirion drückte mir eine Glasphiole in die Hand.
"Trink.", befahl er. Sanfter fügte er hinzu: "Dann wirds dir besser gehen!"
Ich nickte und leerte das kleine Gefäß in einem Schluck.
Die Welt um mich herum begann sich zu drehen...
Was war da drinne gewesen?, fragte ich mich benommen, Was hatte Lirion vor?
Dann wurde alles schwarz.

Sonntag, 17. Februar 2013

Lirions "Wutanfall"

Heute ist Lirion aufgewacht.
Ähm ...
Und er hatte einen "Wutanfall". In Anführungszeichen, weil man das nicht wirklich als einen Anfall bezeichnen kann. Aber ich glaube, da sollte ich mich glücklich schätzen, oder?
Naja.
Wir waren also gestern satt und zufrieden ins Bett gegangen.
Ich wurde heute nicht von Julius geweckt, wofür ich sehr dankbar war. Bin schließlich auch nur ein kleines Mädchen, das seinen Schönheitsschlaf braucht (Scherz xD)
Okay, jetzt mal ernsthaft. Das ist schließlich kein Kleines-Mädchen-Blog, sondern ein ernsthafter Blog!!!
(und bitte verkneift euch Kommentare in diese Richtung, ja? So etwas würde mein Selbstwertgefühl auf Kellerniveau senken -.-)
Also, ich wachte so um 8 auf. Im Gemeinschaftsraum schliefen alle noch, also ging ich raus ins Atrium und setzte mich an den Rand des Brunnens.Bzw. kniete ich mich auf den Boden, lehnte mich an den Rand und ließ meine Hände in das Wasser baumeln.
Ich schloss meine Augen.
Einige Zeit später spürte ich, wie sich jemand neben mich an den Brunnen setzte.
Ich ließ meine Augen zu.
"Hey.", diese Stimme. Erschrocken sprang ich auf.
"Elea", lächelte Lirion.
"Ha ... Hallo.", stammelte ich: "Wie ... gehts dir?"
"Och, ganz gut.", meinte mein Chef: "Was ist denn hier passiert?"
"Nichts wichtiges. Wir hatten eine Art Hungersnot, aber ich konnte das regeln!"
"Ach wirklich?", fragte Lirion belustigt. Dann war sein Lächeln mit einem Schlag verschwunden. Mit eiskalter Stimme fragte er: "Hat Karina dich etwa reingelassen?"
Das war so was von klar gewesen! Wie hatte ich nur einen kurzen Moment lang glauben können, so etwas vor Lirion geheimhalten zu können und ungeschoren davonzukommen?
"... ich hab sie überredet, ja.", meinte ich niedergeschlagen.
Lirion kniff wütend seine Stirn zusammen.
Dann entspannte er sich wieder.
"Es gab wahrscheinlich keinen anderen Ausweg."
Ich nickte eifrig.
"Und jetzt müsste ich ...", ich deutete in Richtung Gemeinschaftsraum.
Auch wenn ich Julius inzwischen verziehen hatte, rächen musste ich mich trotzdem (*devil*)
"Natürlich."
Ich ging zur Tür. Im Rahmen drehte ich mich noch einmal um: "Karina hat gesagt, das sie dich sehen will."
Lirion lächelte und ich betrat den Gemeinschaftsraum.
Julius schlief auf einem einzelnen Sofa, so dass niemand anderes "Schaden" nehmen konnte.
Ich nahm einen der Feuerlöscheimer neben dem Kamin und schlich mich langsam auf mein Opfer zu.
Als ich neben ihm stand, trat ich mit dem Fuß an das Sofa.
"Guten Morgen!", flüsterte ich und kippte Julius das Wasser über den Kopf.
Was danach geschah, will ich nicht weiter beschreiben, aber er benutze sehr viel originellere Sprüche als ich, das muss ich ihm schon mal lassen.
Würde ich sie hier hinposten, ich glaube, Blogpost würde sie wieder entfernen^^
"Zumindest hattest du jetzt eine Dusche.", meinte Lukas belustigt, als Julius aufgehört hatte zu fluchen.
Ich grinste.
"Du sollst mal zum Tresor kommen", teilte mir Luke, einer der Magier um Rayan, mit.
"Sagt wer?"
"Lirion."
"Okay. Ich komme.", zu den anderen gewandt: "Leute, ich muss gehen. Ich glaub, Lirion will mich skalpieren, also ..." Ich drehte mich um und folgte Luke zum Tresor.
"Lass uns allein.", befahl Lirion, als wir unten ankamen.
Der Magier nickte und ging nach einer kurzen Verbeugung zurück ins Atrium.
"Lirion."
"Elea.", mein Chef seuftze auf: "Ich hatte dir doch verboten, allein ins Zeitlosland zu gehen, oder?"
"Ja, aber ...", versuchte ich mich zu rechtfertigen, doch Lirion unterbrach mich: "Karina könnte aus Spaß versuchen, dich in den Timechanger zu stecken. Für sie würde es kein Unterschied machen, für sie wärst du immer da, aber denk doch mal an uns!"
"Karina würde so etwas niemals machen!!!", meinte ich wütend: "Und das solltest du am Besten wissen!"
Lirion senkte betreten seinen Kopf.
"Ich will dich doch nur nicht noch ein weiteres Mal verlieren ...", flüsterte er.
Ich schluckte hart.
"Das wirst du nicht.", ich lächelte und nahm ihn in den Arm.
"Aber du musst mir erzählen, was es damit auf sich hat!"
"Okay", nickte Lirion. Er nahm mich an der Hand und führte mich zu der Bank gegenüber des Tresors.
"Schließ deine Augen.", befahl er. Ich schloss sie zu.
Augenblicklich befand ich mich in einer anderen Welt. Das sind Lirions Erinnerungen!, durchzuckte es nmich. 
Du weißt ja sicher, das ich schon sehr lange lebe., Lirions Stimme schien von überall und doch von nirgenwo zu kommen: In den Geschichtsbüchern wird die Zeit vor dem Pakt immer als kalt und schrecklich beschrieben, doch so schlimm war es gar nicht! Zumindest nicht immer. , er lächelte: Ich war damals noch jung. Meine Eltern lebten noch. Doch dann kam der Pakt. Und er wurde nicht so widerstandslos angenommen wie immer erzählt wird!, ich sah ein Gruppe kämpfender Männer und Frauen, Vampire. Sie verteidigten ein kleines Dorf, in dem sich zitternde Kinder in einem altes Haus versteckten.
Um den rebellierenden Vampiren Einhalt zu gebieten, beschloss das Magicon, die Anzahl auf ein Minimum zu dezimieren. Sie griffen unschuldige und friedliche Dörfer an, da sie nicht an die großen Festungen der Vampirfürsten herankamen. 
Brennende Dörfer. Schreiende blutverschmierte Kinder.
Wir konnten das nicht dulden, also gründeten wir eine Widerstandsbewegung. 
In dieser Zeit lernte ich auch Karina kennen und baute ihr den Eingang zum Zeitlosland. 
Sie beschloss, das es das Hauptquartier unserer Rebellion werden sollte. 
Alle, die Schutz suchten, fanden ihn bei uns. Das Zeitlosland war unendlich, deswegen mangelte es uns an nichts. 
Bis das Magicon den Eingang entdeckte. 
Es folgten eine Unzahl an Angriffen. Doch sie kamen niemals bis zu uns durch, zu sicher war der Zauber, den ich um das Tor gesponnen hatte. 
Auch meine Eltern suchten Schutz bei uns. 
In dieser Zeit starb meine Mutter und mein Vater fand in Aria seine große Liebe. Ich habe ihm das lange Zeit nicht verzeihen können.  
Die Vampirin bekam ein Kind und das Magicon realisierte, das es ein großes Symbol war. Ein Mädchen, das halb Vampir und halb Mensch ist, geboren von einer der Gründerin des Paktes!!! 
Sie fingen an, es zu jagen. Sie wandten alle erdenklichen Mittel an, doch sie kamen nicht an es heran. 
Doch da bündelten sie alle ihre Kräfte und griffen das Zeitlosland an. 
Durch die Intensität dieses Zaubers wurde ich kurzzeitig betäubt und auch die Macht Arias konnte nicht viel ausrichten, denn der Gegner war ihr Bruder. 
Die Wände bebten. Wir sahen das Ende kommen. Karina war schon zum Geist geworden und ich hatte ihre Seele im Zeitlosland eingefangen. 
Aber wir waren dem Magicon schutzlos ausgeliefert, also machten wir einen Handel. Wir würden ihnen dieses Kind geben, und dafür würden wir unbehelligt bleiben. 
Aria schrie und wehrte sich, doch sie konnte nichts ausrichten. 
Das Mädchen wurde zu den Lords gebracht. 
Wir alle durften sicher leben. 
Doch irgendwann, Monate später, hielt Aria es nicht mehr aus, ihr Kind in den Fängen ihres Bruders zu sehen. Sie schmiedete einen Plan und in einer dunklen Neumondnacht raubte sie es und brachte es ins Zeitlosland. 
Die Schergen Arians dicht an den Füßen blieb ihr nichts anderes als das Kind in den Timechanger zu legen. Gleich darauf waren die Leute ihres Bruders über ihr und das nächste Mal, als ich sie sah, lag sie in Ketten in einem der tiefsten Verliese der Burg ihres Bruder. 
Doch auf ihren Lippen lag ein seliges Lächeln. 
Dieses Kind, dieses Symbol des Zusammenlebens zwischen Vampiren und Menschen, hatte einen Smaragd in sein Handgelenk eingearbeitet. 
Lirion ließ meine Hand los.
Ich schluckte hart.
Dieses Kind. Das war ich!
Ich war Arias Kind!
Ich war Lirions Halbschwester und rein logischer Weise nur etwas jünger als der Pakt selber.
Ich war Halb Vampir!!!
Ich schob mich von Lirion weg. Geschockt sah ich ihn an, während ich mit einer Hand über den Smaragd strich.
Plötzlich bebte die Erde. Erschrocken sprang ich auf.
"Was ist das?", rief ich gegen das Knarren der Felsen an.
"Sie greifen wieder an.", murmelte Lirion düster.
"Wir müssen ins Atrium! Wir müssen die anderen warnen! Wir ...", mein Bruder schnappte sich mein Handgelenk und zerrte mich hoch.
"Los, komm!", fauchte er. Ich nickte und rannte ihm hinterher ins Atrium.
Hier hatten sich inzwischen alle Mitglieder des Magicons eingefunden.
Alle riefen durcheinander, doch mit einem lauten "RUHE!" brachte Lirion sie zum Schweigen.
Er stellte sich auf den Rand des Brunnens.
"Wir werden erneut angegriffen.", teilte er mit. Ich nahm Lukas' Hand.
Die Erde bebte erneut und Putz rieselte von der Decke.
Ein größerer Felsbrocken löste sich.
Erschrocken versuchte die Menge sich in Sicherheit.
Ich trat vor. Der Edelstein an meinem Handgelenk blitzte grün auf, als ich den Felsen in der Luft zerspringen ließ. Ein feiner Staubregen ging auf die Menge hinunter.
Lirion nickte mir dankbar zu.
"Ich weiß nicht, ob ich den Angriff ein weiteres Mal abwehren kann. Vermutlich ist dies Arian oder irgendein anderer Vampirfürst aus der alten Zeit, der Rache für Arians Verbannung nehmen will.", er sah nach unten, hob dann aber wieder seinen Blick: "Ich vertraue euch allen. Ihr habt dem Magicon viele Jahre lang treu gedient. ", erneut ging ein Beben durch die Wände. Erschrocken schrieen einige auf.
"Wir werden diesen Angriff gemeinsam zurückschlagen!", rief Lirion gegen das immer lauter werdende Geräusch fallender Felsbrocken in weiter entfernten Hallen an: "Wir sind das Magicon und werden uns nicht von irgendeinem einfachen Vampirfürsten einschüchtern lassen!!!"
Die Menge jubelte.
Ich hielt mir die Ohren zu.
"Die, die Kämpfen können, finden sich bitte hier ein. Der Rest begibt sich bitte in Richtung Tresor."
Gemurmel wurde laut, doch allmählich teilte sich die Menge in zwei Gruppen.
Ein Großteil begab sich hinunter in die Kellerräume.
Zurückblieben nur ungefähr 100 Personen.
Lirion kam auf mich zu.
"Geh zu Karina und sag ihr, das das, was wir befürchtet haben, eingetreten ist. Sie wird sich öffnen, die Flüchtlinge aber in einen nicht so gefährlichen Bereich des Zeitloslandes bringen. Danach kommst du sofort zurück!", befahl er. Ich nickte und rannte der Menge hinterher.
Doch bis zum Tresor kam ich nicht vor. Der Gang war blockiert.
Kurzerhand berührte ich den Stein in meinem Handgelenk. Ich begann zu schweben.
Ich richtete die Hand nach vorne und schoss über die Köpfe der anderen hinweg in Richtung des Tresors.
Vor der Tür blieb ich in der Luft schweben.
"Das, das wir befürchtet haben, ist eingetreten!", brüllte ich.
Ich hab verstanden. 
Die Türen begannen sich zu öffnen.
Die Menge ergoß sich in den Tresor.
Als der Platz vor ihm leer war und ich wieder auf dem Boden stand, hörte ich Karina in meinen Gedanken: "Komm sicher zurück, Arias Tochter. Wir dürfen dich nicht verlieren! Viel Glück."
Ich nickte und rannte zurück.
Wir stehen jetzt im Atrium, während sich irgendetwas durch die Decke bohrt. Ich stehe neben Lirion, Daniel, Julius und Lukas auf dem Brunnen.
Ich weiß nicht, ob ich das überlebe, deswegen schreibe ich den Eintrag schon jetzt.
Wünscht mir Glück.
Wir werden es brauchen. 

Samstag, 16. Februar 2013

Karina

So.
Ihr wundert euch jetzt bestimmt, warum ich schon wieder den Post einen Tag zu spät mache, oder?
Naja, ich wurde gestern übels früh geweckt, und danach musste ich ohne Pause bis in die frühen Morgenstunden des heutigen Tages hinein irgendwelche dummen Jobs erledigen.
Also, ich lag friedlich auf einem der Sofas im Gemeinschaftsraum, schlummerte und war im wunderbaren Land der Träume. Da gießt mir irgendso ein Scherzkeks einen Eimer kalten Wassers über den Kopf!!!
Dieser *Aus altersbeschränkten Gründen wurde dieser Teil entfernt. Wir bitten um Ihr Verständnis und hoffen, Sie trotzdem bald wieder auf Blogspot begrüßen zu dürfen*
Naja, auf jeden Fall beruhigte ich mich irgendwann ud hörte auf, auf Julius einzuschimpfen.
Im Nachhinein kommt mir meine Reaktion etwas komisch vor, aber ... nun ja, ich hab geschlafen und war da wohl noch nicht ganz bei Sinnen.
Okay, es gab so gut wie nchts zu essen, da wir nicht an die Lebensmittel in den Kellern rankamen, solange Lirion schlief.
Ich beauftragte einen Großteil meiner Leute (dazu gehörte jetzt mehr als die Hälfte des Magicons!!!), nach Essen zu suchen.
Mein Magen knurrte laut.
Ich hatte seit gestern Morgen nichts gegessen.
Schlechte Laune war vorprogrammiert.
Nachdem ich einen jungen Magier angeschrieen hatte, weil er etwas zu laut Musik gehört hatte, stand ich auf und ging in Richtung Tresor. Ich hatte mir verboten, etwas von den kargen Vorräten an Lebensmitteln zu essen, die wir bis jetzt zusammengesucht hatten, aber vielleicht könnte ich wenigstens dort was anrichten.
Und wenn nicht, dann wären dort nicht so viele Leute, die ich anschreien kann.
Lukas, Daniel und Julius begleiteten mich.
Unten traf ich auf Rayan.
Lukas Augen verengten sich wütend, als er den Vampir sah, ihm waren meine Besucte im Krankenhaus nicht entgangen.
Ich lächelte dem Vampir zu.
Mein Freund legte mir den Arm um die Schulter.
Ich hauchte ihm einen Kuss auf die Wange, dann ging ich an Rayan vorbei zu der rieisigen Tresortür.
Sie war ca 5 Meter hoch, 6 Meter breit und bestand aus mit Magie gefestigten Stahl.
"Was habt ihr versucht?", fragte ich Rayan.
"Javen und Luke...", er nickte zu zwei anderen Jungen, die an der Tür lehnten und anscheinend mit sich selbst sprachen: " ...haben versucht, die Tür zum Öffnen zu überreden, aber sie ist aus irgendeinem Grund beleidigt.", er zuckte mit den Schultern: "Meiner Meinung nach ist eine sprechende Tür etwas zu viel des Guten. Ich glaube, diesmal hat dieser Lirikan es übertrieben."
"Er heißt Lirion. Und diese Tür war schon da, als der Pakt des Magicons geschlossen wurde, also geht etwas respektvoll mit ihr um, ja?", ich strich über das Metall: "Karina ist sehr empfindlich."
"Karina? Diese ... Tür hat einen Namen?", Julius nickte anerkennend mit dem Kopf: "Dann muss sie ja wirklich was besonderes sein!"
"Genau.", ich lehnte meinen Kopf an das Metall und bedeutete Javen und Luke zu verschwinden. Die Beiden rappelten sich hoch und gingen zu Rayan.
"Hallo Elea.", hörte ich Karinas sanfte Stimme in meinem Kopf.
"Hey.", murmelte ich: "Wie gehts dir?"
"Ganz gut. Diese Idioten wollten mich dazu überreden, das ich mich öffne, aber ich hab sie geblockt.", ich hörte ihr Lachen. Sie war meine beste Freundin. Neben Callie.
"Wir haben ein kleines Problemchen, weißt du?", erzählte ich ihr: "Wir sind eingesperrt und haben nichts zu essen."
"Und da soll ich euch reinlassen?"
"Das wäre nett, ja."
"Vergiss es.", ich spürte, wie sie sich wieder verschließen wollte.
"Ich versteh das.", sie zögerte: "Du öffnest dich nur dem Chef des Magicons, richtig?"
"Ja, ich öffne mich nur Lirion. Er ist so ein Süßer, wie gehts ihm?", wollte sie wissen.
Ich grinste.
Jup, Lirions Verehrerin war eine Tür.
"Er hat seine Kraft nahezu vollständig aufgebraucht, als das Magicon angegriffen wurde.", begann ich zu erzählen, doch ich wurde von Karina unterbrochen: "Ist alles Okay bei ihm? Lebt er noch? Wann kommt er wieder her?" Ich konnte die Panik aus ihrer Stimme heraushören.
"Hey, ich sagte "nahezu". Er wird wieder Okay sein. Aber dafür braucht er was zu essen und wir anderen auch. Wir sind schließlich von organischen energiereichen Stoffen abhängig, das weißt du doch."
Daraufhin entstand eine längere Pause.
Ich fühlte ihren Zwiespalt.
Einerseits hatte sie geschworen, sich nur Lirion zu öffnen. Doch wenn sie sich mir nicht öffnete, dann würde Lirion vielleicht nie wieder hier hinunter kommen können.
"Schick mir seinen Stellvertreter runter.", befahl Karina.
"Der war nicht im Magicon. Ich bin seine Vertretung."
"Du?", die Tür kicherte: "Das ist ein Scherz, oder?" Sie lachte.
"Hey!", rief ich beleidigt: "Was ist daran so abwegig."
"Ähm ...", Karina lachte noch immer: "Okay. Geh zurück, ich öffne mich. Aber beeilt euch, ja?"
"Danke Karina! Sobald es Lirion wieder besser geht, schicke ich ihn hinunter!"
Ich trat zurück und zog Rayan, Luke und Javen mit.
Die Flügeltür, sorry, Karina schwang sich auf.
Von den anderen war kein Laut zu hören. Wahrscheinlich hatte sie der Anblick des Tresors so überrascht.
Meine Reaktion war eine ähnliche gewesen. Ich hatte mich einen Tag lang nicht von der Stelle rühren können und habe nur diesen Raum angestarrt.
Der Tresor war gefüllt mit allem, was man sich vorstellen konnte.
Aus allen Zeiten. Aus vergangen, aus heutigen, aus kommenden.
Deswegen war er auch so geschützt.
Niemand sollte frühzeitig an die Erfindungen des 3ten Zeitalters kommen.
"Okay, ihr müsst hierbleiben. Niemand darf den Tresor betreten.", befahl ich.
"Aber warum darfst du dann rein?", wollte Julius verwirrt wissen.
"Ich bin zeitlos. Also darf ich rein.", ich lächelte, hob meine Finger zum Peacezeichen: "Wir sehen uns gleich."
Ich betrat den Tresor.
Die Türen schlossen sich.
So wie immer war ich für einen kurzen Moment von der Macht der vielen Gegenstände in diesem endlosen Raum geblendet und schloss meine Augen.
Als ich sie wieder öffnete, stand Karina vor mir.
"Hey.", lächelte ich.
"Hey.", sie warf sich mir um den Hals.
Karina mangelte es hier unten an so gut wie nichts.
Eigentlich nur an einer Sache, und das waren Kontakte.
"Komm, ich führ dich zum Essen, okay?", ich nickte, immer noch leicht benommen.
Karina lief los. Nein, sie schwebte schwerelos durch die hohen Regale voller Gegenstände.
Sie war wunderschön. Ihre langen schwarzen Haare reichten ihr bis über den Po, sie trug ein langes hellblaues Kleid und war barfuß.
Aber sie war nur ein Geist.
Der Geist von Lirions Geliebten.
Er hatte diesen Raum für sie gebaut, damit es ihr niemals an irgendetwas mangeln würde.
Als sie starb, fing er ihre entschwindende Seele und schloss sie hier ein.
Aber sie war ihm nicht böse deswegen. Jetzt könnten sie bis in alle Ewigkeiten zusammenbleiben.
Ja. Lirion ist sehr viel älter als der Pakt.
So alt, das ich mich manchmal wundere, warum er noch am Leben ist.
Wundere, wie er all die Schmerzen des Lebens aushhält, all diese schmerzhaften Erinnerungen, angesammelt in seinem langen Leben.
"Hier ist es.", Karina führte mich zu einem Regal.
Ich sah nach oben.
Fleisch, Gemüse, Konserven und irgendwelche Riegel, die ich nicht kennen, stapelten sich in die Höhe.
"Ihr lebt grade in welchem Jahr?", fragte Karina.
"2013.", stieß ich hervor, ohne die Augen von dem Regal abzuwenden.
Essen verdarb in der wunderbaren Atmosphäre des Tresors nicht. Menschen verloren die Fähigkeit des Alterns, Tiere konnten nicht sterben. Es war ein Paradies.
Sozusagen.
Wenn man sich hier längere Zeit lang aufhält, erscheint einem das Leben sinnlos.
Nun ja, ein Fingerschnips von Karina und einiges an Essen erhob sich in die Luft.
"Darf ich ... es sehen?", fragte ich zögerlich.
"Ja. Darfst du. Ausnahmsweise, weil du mich vor diesen Idioten da vorne gerettet hast und weil Lirion nicht da ist."
Ich lächelte erleichtert, als Karina mich weiter in das Dickicht der Regale führte.
Die Lebensmittel flogen indes Richtung Ausgang.
"Hier ist es.", hauchte der Geist ehrfüchtig.
Ich sah vom Boden auf.
Hier stand der Zeitmixer.
Sein korrekter Name lautet Timechanger.
Wenn man ihn berührt, wird man in eine andere Zeit verfrachtet, während irgendetwas aus dieser Zeit zurückbleibt.
Dies ist der Ort, an dem ich von Karina gefunden wurde.
Ja.
Ich bin ein Ziehkind aus einer anderen Zeit,
Deswegen heiße ich ja auch zeitlös. Weil iniemand weiß, aus welchem Jahrhundert ich nun wirklich stamme.
Als Karina mich fand, war ich in ein altes Leinentuch ingewickelt, in mein Handgelenk war ein kleiner runder Smaragd eingearbeitet.
Ich strich über den kühlen Edelstein. Durch ihn war ich ständig mit dem Timechanger verbunden. Ich spürte seine Energie durch mich fließen.
An manchen Tagen wenn ich besonders traurig bin kann ich dem Drang, den Stein einfach zu berühren, nicht widerstehen. Aber Lirion will mich nicht noch einmal verlieren.
Was auch immer das bedeuten mag.
"Danke.", flüsterte ich.
Ein unbändiges Verlangen durchströmte meinen Körper, doch ich legte meine Hand auf den Smaragd und es ebbte ab. Nicht jetzt. Es ist noch nicht Zeit.
"Gehen wir.", murmelte ich.
Der Geist nickte.
Der Weg zurück verlief ohne weitere Zwischenfälle.
Karina umarmte mich ein letztes Mal, dann öffnete sich die Tür und sie verschwand.
Als ich aus dem Raum ging sah ich, das das Essen schon fein säuberlich aufgestapelt war. Ich lächelte. Auf die "Tür" war eben Verlass.
Bevor ich mich umschauen konnte, wurde ich von Lukas stürmisch umarmt.
"Was ist los?"; wollte ich leicht verwirrt wissen.
"Du warst fast einen ganzen Tag lang da drinne! Verdammt, weißt du, wie viele Sorgen wir uns gemacht haben???"
"Ein ... ganzer Tag?", ach ja, ich hatte vergessen zu erwähnen: Solange man im Tresor ist, verläuft die Zeit für einen ganz anders. Es können Jahre vergehen oder auch nur Sekunden, während es für sich selbst nur Minuten sind.
"Hey. Alles Ok. Und jetzt gibts was zu Essen!", ich schnippte und das Essen erhob sich in die Luft.
"Lasst uns die anderen nicht noch länger warten lassen."
Ich wurde den ganzen Abend lang als Heldin gefeiert.
Naja, ein wenig Ruhm hab ich doch verdient, oder ;DDDD
Glücklich und satt gingen wir alle ins Bett.
Mal schauen, was Lirion morgen dazu meinen wird, wenn er aufwacht ...

Donnerstag, 14. Februar 2013

Eingeschlossen ... Teil 1

Sry Leute, das das erst so spät kommt, aber es gab Probleme mit dem Internet im Magicon, das musste erstmal geklärt werden. Wir haben dank Lirion nur einen ewig alten Internetrouter, deswegen ... nun ja..
Ach ja, wir sind im Magicon eingeschlossen.
Nur so als kleine Info^^
Naja, es passierte so:
Ich bin heute ganz normal zur Schule gegangen, hab von Lukas ein süßes kleines Valentinsherzchen bekommen, hab im Unterricht ausnahmsweise mal mitgeschrieben, auf dem Hof mit meinen Freundinnen gequatscht ...
Noch wusste niemand von den Kratzern.
Dann kam der Sportunterricht, ich hatte natürlich kein langärmliges T-Shirt dabei, also sahen alle die roten Male auf meinen Armen und hielten mich sofort für eine depressive Ritzern (was ich natürlich nicht bin)
Meine Lehrerin wollte mich zur Seite nehmen, doch ich redete mich raus mit von wegen das ich mich beim Fangenspiel mit ein paar Freunden durch einen Maschendrahtzaun gezwängt hatte, da war das passiert.
Fangenspiel. In der Neunten Klasse! Ich hab richtig Glück, das sie mir das abgekauft hat.
Nach der Schule ging ich ganz normal nach Hause und dann fuhr ich mit dem Fahrrad ins Magicon.
Irgendwie hätte ich es aber ahnen müssen, oder?
Nach dem Traum gestern.
Aber ich lief ahnungslos in eine Falle (schon wieder!!! scheint ein Hobby von mir zu werden -.-)
Naja, ich passierte das Portal. Und stand einer Menschenmenge gegenüber.
Ich korrigiere: Menge von Wesen.
Vampire, Faune, Werwölfe, Schatten und natürlich Menschen.
Ich trat zu Lirion, der am Brunnen stand und sich mit einem Wolf unterhielt.
"Was ist los?", wollte ich wissen.
"Nichts.", murmelte er, ohne mich wirklich zu bemerken.
"Jup, das sieht man.", meine Stimme triefte vor Sarkasmus.
"Lirion, was ist los?", wiederholte ich.
Er schaute auf.
Ich erschrak.
Seine Augen waren glasig, so als ob er seit einigen Tagen nicht geschlafen hätte.
"Was ist passiert?", keuchte ich entsetzt.
"Er hat einen Angriff abgewehrt.", antwortete Daniel.
Ich fuhr zu ihm herum.
"Irgendwelche dunkle Mächte haben das Magicon angegriffen und er hat es verteidigt. Seitdem hat er keine Energie mehr, aber er will einfach nicht schlafen gehen. Vielleicht kannst du ihn ja zur Vernunft bringen!"
Ich sah zu meinem Chef. "Okay, ich versuchs."
"Hey, Lirion ...", flüsterte ich. Er reagierte nicht. "Lirion!", meine Stimme wurde lauter. Keine Reaktion!
Da verlor ich die Geduld, packte ihn am Arm und zerrte ihn hinter mir her.
"Elea, hör sofort auf!", befahl mein Chef.
Jetzt war ich an der Reihe, ihn zu ignorieren.
"Elea, du lässt mich jetzt sofort runter!"
Als Antwort hob ich ihn in die Luft und warf ihn auf ein Sofa.
Okay, zugegeben, dabei habe ich etwas Magie verwendet. Aber was spricht den dagegen?
Lirion war verstummt.
Ich trat an ihn heran. Er hatte sich zu einer Kugel zusammengerollt und schlief.
Sein Gesicht war so friedlich, nicht verhärmt wie normalerweise. So sah er also in Wirklichkeit aus.
Ich ging aus dem Zimmer hinaus. Erschrak erneut.
So gut wie alle Mitglieder des Magicons, bzw. alle, die im Moment hier waren, sah zu mir.
Ich schluckte hart.
"Ähm ..."; stammelte ich. Daniel, Julius und Lukas traten an mich heran.
Ich beruhigte mich und befahl mit fester Stimme: "Es suchen sich jetzt bitte alle einen Ort zum Schlafen, der nicht so weit vom Portal und dem Atrium entfernt ist. Bitte teilt in den jeweiligen Abteilungen Wachen ein. Danke."
Die Menge zerstreute sich.
"Ich wusste gar nicht, das du Führungstechnische Qualitäten hast.", meinte Lukas anerkennend.
Ich grinste.
"Tja ..."
"Hey, Julius.", ich trat an ihn heran. Er beugte sich zu mir hinunter: "Was ist los?"
"Kannst du bitte das Internet in Gang bringen?", bat ich: "Ich muss 'ne übels wichtige Email abschicken!"
Er runzelte die Stirn, nickte aber: "Es sollte nicht lange dauern."
Ich lächelte. Setzte mich an den Rand des Brunnens.
Blieb dort bis Julius zurückkam und mir mitteilte, das das Internet wieder funktionierte.
Ich wartete, bis er weg war, dann schrieb ich diesen Post.
Bin todmüde.
Hab keine Ahnung, wie ich den nächsten Tag überstehen soll, denn Lirion wird nicht so schnell wieder aufwachen. Er ist ein Schattenrufer, und wenn seine Kraft aufgebraucht ist, wird er wahrscheinlich mind. 2 Tage lang schlafen.
Na super.
Ich freu mich schon auf morgen -.-

Mittwoch, 13. Februar 2013

Ein ganz normaler Tag ...

Naja, heute ist wieder so gut wie nichts passiert.
Ehrlich Leute, langsam wirds etwas langweilig ...
pft ...
...
...
Bäh! Das ist doch nicht normal, das den ganzen Tag nichts passiert!
Naja, ich erzähl euch einfach, was mir heute so alles zugestoßen ist, auch wenns nichts spannendes ist.
Aber irgendwas muss ich schreiben!
Also, ich musste heute wieder zur Schule, die anderen kamen gleich wie die Geier auf mich gestützt, wollten wissen, warum ich 3 Tage gefehlt hatte. Tja, ich konnte ihnen schlecht die Wahrheit erzählen, nämlich das ich von einem Vampir gebissen und gekidnappt worden war, also murmelte ich irgendwas von Grippe.
Sie waren zwar nicht wirklich zufrieden, aber das war mir relativ egal, schließlich musste ich vor dem Unterricht noch den ganzen Stoff nachholen.
Das ist das einzige, was mich an meinem Job ärgert. Und vielleicht noch die unregelmäßigen Arbeitszeiten xD
Naja, auf dem Schulhof stand ich dann bei den Mädels.
Es gab nichts interessantes, aber allein dieses Gefühl, wieder in einer normalen Welt mit normalen Regeln und ohne beißwütige Vampire zu sein, war herrlich.
Ich ging nach Hause, machte meine Aufgaben.
Toller Tag.
Muss sagen, hab mich schon länger nicht so schön amüsiert -.-

EDIT 23:56

Während ich das schreibe, zittern meine Hände.
Ich hatte mich ganz normal schlafen gelegt. Kopf aufs Kissen, Decke drüber, Fenster zu.
Alles wie immer.
Doch dann kam der Albtraum.
Ich war erneut in dieser dunklen Höhle unterm Magicon.
Arian hatte sich fest in meinen Hals verbissen.
Ich konnte mich nicht rühren, nicht wehren. Lukas stand am anderen Ende des Sees, doch er sah mich nicht. Ich versuchte ihn zu rufen, doch über meine Lippen kam kein Ton.
Plötzlich verwandelte Arian sich in Callie, dann in meinen Vater.
Irgendetwas oder Irgendwer schlug mich von hinten, sodass ich in den See fiel.
Dann bin ich aufgewacht.
Ich rannte ins Bad, hielt mein Gesicht unter den Wasserhahn
Sah auf meine Unterarme.
Sie waren voller Blut.
Anscheinend hatte ich mich selbst in der Nacht gekratzt. Panisch wusch ich es weg. Das Wasser färbte sich rot.
Was ist los mit mir?
Ist Arian Schuld? Hat er mir irgendetwas eingeflößt, als er mich biss?
Nun ja, ich sitze jetzt vor dem Computer, immer noch zitternd.
Habe Angst.
Wie soll ich meinen Freunden, Lukas, meinen Partnern, Lirion die Kratzer erklären?
Wie meinen Eltern?
Was ist los?
Hilfe!!!

Dienstag, 12. Februar 2013

Eine kleine Atempause

Ich muss sagen, nach der Aktion mit Arian und Rayan hatten wir uns die kurze Pause redlich verdient.
Lirion hatte das mit der Schule geklärt, so dass ich mich im Magicon auf den Sofas im Gemeinschaftsraum rumfläzen und dabei durch die Kanäle zappen konnte.
Daniel machte irgendwelche Kraftübungen, ka, was das sollte und Julius war in der Schule. 
Irgendwann wurde mir das faulenzen aber zu bunt, und ich hab den Blog auf Vordermann gebracht, vor allem die Linkleiste verschoben, das war ja unmöglich ;DDDD
Naja, ich musste dann  noch mal zur kurzen Untersuchung ins Krankenhaus und vor allem auf Drängen von Lukas. Ich glaube, er braucht die Pause viel stärker als ich. Ihn hat das mit Arian sehr viel tiefer mitgenommen als ich, die Demütigung und die Angst um mich.
 Die Ärzte sagten zwar, ich solle gefälligst da bleiben und das Bett hüten, aber ich pfiff auf diese aufgeblasenen Idioten und besuchte Callie.
Es war nur ein kurzer Besuch, da sie noch immer bewusstlos war.
Nachdem Arian verbannt worden war, war sie unerwartet zusammengebrochen und wachte einfach nicht mehr auf. Man Callie, als hätte ich nicht schon genug suchen.
Noch mal schnell bei Rayan vorbeigeschaut.
Hab mich mit ihm unterhalten, es ist herausgekommen, das er gerade mal (Hallo???) 30 ist und Ko-Chan ist 13. Das kleine Mädchen ist fast genauso alt wie ich!!!
Naja, dann hab ich mich noch ein wenig auf den Sofas gelangweilt, bevor ich nach Hause gegangen bin und noch eine riesige Dose Erbsen verspeist habe.
Jetzt gehe ich ins Bett.
Ich bin todmüde und total glücklich.
Warum kann nicht jeder Tag so relaxt sein?

Montag, 11. Februar 2013

Der Urahn

Wenn ihr den vorherigen Eintrag gelesen habt, wisst ihr, wie ich in diese Scheißsituation reingekommen bin. Ich war nett zu einem kleinen Vampirmädchen und lief deswegen brav in eine Falle hinein, ohne irgendetwas dagegen machen zu können.
Das habe ich eben davon, das ich Vampiren vertraut habe ...
Tja, ich war in einer ganz unangenehmen Lage.
Die Hände vorne zusammengefesselt, die Füße an einen Felsen gekettet, einen Ring um den Hals.
Niemand hier.
Plötzlich flackerte irgendwas im See auf. Ich versuchte mich aufzurichten, doch das Metall hielt. Ich konnte nur mit Mühe erkennen, welche Bilder über das Wasser huschten.
Lukas, Daniel, Julius. Callie. Lirion.
Sie standen noch immer im Ratzimmer, warteten wahrscheinlich auf mich.
Schließlich entschuldigte Lukas sich, ging hinaus. Bemerkte das ich weg war. Kam wieder herein, flüsterte Lirion etwas ins Ohr. Der sah zum Ratsoberhaupt, nickte dann den anderen zu und erhob sich.
Jetzt hörte ich klar und deutlich seine Stimme: "Wir wollen uns für eine Beratung in unser Zimmer zurückziehen."
Der Vampir nickte und meine Freunde verließen den Raum. Nur Callie blieb zurück.
Lirion setzte sich auf den einzigen Stuhl in dem Zimmer, das uns zugewiesen worden war. Julius setzte sich auf sein Bett gegenüber, Lukas lehnte sich gegen die Wand, Daniel blieb an der Tür stehen.
"Hat einer von euch irgendeine Ahnung, wo Elea hingegangen ist?", wollte Lirion wissen.
"Ich bin hier!", schrie ich, doch die 4 hörten mich nicht.
Meine Freunde schüttelten den Kopf.
"Sie ist nach draußen gegangen, nachdem sie den Rat angeschnauzt hat.", meinte Lukas.
"Aber wo ist sie jetzt?", betreten sah Julius zu Boden. Daniel starrte an die Decke.
Plötzlich setzte sich Julius auf.
"Was ist mit Arian?", rief er.
"Wir haben jetzt andere Probleme. Elea wird vermisst, schon vergessen?", fuhr Lukas ihn an.
"Ja, aber hat dieser Vampir nicht irgendwas gesagt ... das sogar Arian gefährlich werden kann und das Elea besitzt! Vielleicht ist sie ja deswegen weg!", erklärte Julius.
Lirion nickte. "Das könnte sein."
"Aber was können wir dann machen? Gegen Arian haben wir keine Chance!!!", Lukas Stimme schraubte sich in atemberaubende Höhen. Er hatte wirklich Angst um mich.
Die Tür wurde aufgestoßen, Daniel fuhr herum.
Der Vampir, den ich vorhin gerettet hatte, kam herein. Er schwankte kurz und fiel dann nach vorne.
Lukas sprang vor und fing ihn auf. Schlaff lag der Körper in seinen Armen.
"Ich weiß ... wo sie ist.", stöhnte der Junge, bevor er bewusstlos wurde. 
Plötzlich fuhr ein Schatten über das Wasser.
Wellen schwappten über das Bild, zurück blieb trübes Grau.
Erschrocken sah ich auf. Vor mir materialisierte sich jemand aus dem Schatten.
"Hallo Elea.", meinte eine dunkle Stimme.
"Ha ... hallo.", krampfhaft versuchte ich meine Panik unter Kontrolle zu kriegen.
"Wer bist du?", wollte ich wissen, als ich mich einigermaßen beruhigt hatte.
Aus den wirbelden Schatten trat ein hochgewachsener junger Mann. Langes schwarzes Haar umrahmte seine ebenmäßigen Züge. Seine Kleidung war ein schlichter weißer Anzug.
Er wäre wunderschön.
Wären da nicht diese roten Augen. Die Augen eines Vampires.
"Weißt du das den nicht?", er lächelte.
"Arian ...", keuchte ich, als er sich vor mir hinkniete und mein Kinn anhob.
Arian. Der Bruder von Aria. Mein Urahn.
"Und du bist also die berühmte Elea.", er drehte meinen Kopf zur Seite.
"Lassen Sie mich los!", ich schob mich von ihm weg gegen den Felsen in meinem Rücken.
Keine Chance auf Entkommen.
"Hey. Du brauchst keine Angst haben.", er kam näher. Meine Fesseln knirschten und lösten sich.
Erstaunt sah ich nach unten und dann in seine Augen.
In dem Moment drückte er mich gegen die Wand, hielt meine Handgelenke fest.
Erschrocken sog ich Luft ein. Seinen Geruch. Irgendetwas berauschendes.
Benebelt kniff ich die Augen zusammen.
"Lassen ... Sie ... das ...", keuchte ich.
"Du sollst dich nicht widersetzen.", sein Gesicht kam näher. Kurz vor dem meinen senkte er es zur Seite, setzte seine Lippen an meinen Hals.
Ich zitterte.
Nein!, schrie es in mir, doch irgendetwas hatte mir die Stimme verschlagen.
Ich spürte die Spitze seiner Reißzähne auf meiner Haut und schloss die Augen.
Keine Chance auf Entkommen.
Er biss zu.
Zuerst spürte ich gar nichts. Dann kann der Schmerz, so abrupt, das ich in mich zusammensackte und nur noch von Arians Händen an meinen Gelenken gehalten wurde.
Ich spürte, wie mein Blut meinen Körper verließ. Spürte, wie ich schwächer wurde.
Doch in diesem Moment war es mir gleichgültig. Wenn er mich tötete, würde er das Amulett niemals kriegen. Er würde niemals so stark werden wie seine Schwester.
Dann ließ er mich los.
Ich sank an dem Felsen entlang auf den Boden, kraftlos. Er hatte mich all meiner Energie beraubt.
Blut lief meinen Hals hinunter, tränkte meine Kleidung.
Auch von seinem Mundwinkel tropfte es, doch er wischte es unwirsch weg.
Vor meinen Augen wurde es schwarz, doch er gab mir eine kraftvolle Ohrfeige, sodass ich wieder aufschreckte.
Schwach sah ich ihn an. Ich konnte mich nicht mehr rühren.
Plötzlich brach die Wand zu meiner rechten Seite auf. Als der Staub sich legte, standen Daniel und Lirion in dem riesigen Gewölbe, dahinter erblickte ich Julius und Lukas.
Ich war zu schwach, um sie zu rufen, doch sie sahen mich so oder so.
"Elea!", schrie Lukas und wollte losrennen, doch Arian zog mich hoch, drehte meinen Kopf brutal zur Seite.
Lirion streckte seinen Arm aus und hielt meinen Freund zurück.
"Du weißt, was das ist, nicht war, Lirion?", der Vampir spuckte den Namen aus, als wäre er eklig.
"Du wagst es ...", wütend kniff mein Chef das Gesicht zusammen, woraufhin Arian seinen Kopf in den Nacken warf und schallend loslachte.
"Sie ist in meiner Hand. Macht ihr eine Bewegung zu viel und verärgert mich, wird sie sofort zum Vampir. Und das wäre bestimmt nicht in deinem Interesse, Neffe, oder?", er ließ mich los. Ich fiel zu Boden, kullerte zum Fuße des Felsens und blieb bewegungslos liegen.
"Elea!", schrie Lukas und trat in hilfloser Wut gegen einen Stein.
"Junge, komm her!", befahl Arian. Als mein Freund nicht hörte, ballte er seine Hand zur Faust. Augenblicklich durchschoss mich ein unglaublicher Schmerz, und ich schrie auf.
Ich versuchte mich aufzurichten, brach aber wieder zusammen.
Tu's nicht!, brüllte ich innerlich, Bleib stehen, das ist eine Falle!
Doch Lukas hörte mich nicht, sondern ging gehorsam zu Arian.
"Du bist Eleas Freund, ja?", der Vampir griff ihn an den Haaren und wandte sich zu mir: "Du weißt, was passiert, wenn du mir das Amulett nicht gibst, oder?" Wie um diese zu beweisen, riss er an den Haaren.
Von Lukas kam kein Laut, doch ich sah in seinen Augen, wie sehr ihn diese Tat schmerzte.
"Lass ... ihn ... in ... Ruhe!", keuchte ich.
"Du gibst mir das Amulett!", befahl Arian ungerührt.
"Elea, tu's nicht!", rief Lukas.
Der Vampir senkte seinen Kopf wie er es schon bei mir getan hatte. Ich ahnte was jetzt kommen würde, wünschte, ich könnte etwas tun, doch das hätte mir Lukas nie verziehn. Also blieb ich stumm, als Arian seine Reißzähne entblößte.
Plötzlich schwang sich etwas von der Decke hinunter. Der Junge, den ich mit meinem Blut gerettet, trat Arian in den Rücken, so dass er Lukas losließ.
"Lauf!", brüllte er, während er einem wuchtigen Schlag Arians auswich.
Mein Freund nickte, sprang zu mir herab und richtete mich langsam auf.
Verwirrt ließ ich mir von Lukas helfen, während ich zu dem Vampir schaute. Warum half er uns? Was hatte das zu bedeuten, wo er doch davor der Köder gewesen war, um mich zu fangen! 
Wütend schlug Arian den Jungen zur Seite und ballte seine Hand zusammen.
Ich stürzte auf ein Knie.
"Verdammt!", Lukas fluchte und fuhr herum.
In diesem Moment griff Lirion ein.
Mehrere Schatten flogen gleichzeitig auf Arian zu. Den größten Teil davon wehrte seine Aura ab, doch einige prallten mit voller Wucht auf ihn und hielten ihn fest, während Lirion lossprang, um den Vampir endgültig zu erledigen.
Bevor er angekommen war, hatte Arian sich schon von seinen Fesseln befreit.
Die Beiden prallten aufeinander. Man konnte geradezu Funken sprühen sehen.
Lange Zeit konnte keiner die Überhand bekommen, schließlich waren beide etwa gleich stark, auch wenn das nur daran lag, das Arian noch nicht seine volle Macht zurückerlangt hatte.
Plötzlich schien es so, das Lirion gewinnen würde. Die Schatten hingen überall an seinem Gegner und nahmen ihm seine Gewandheit.
Doch da wurde der Vampir wütend, schluf seinem Neffen voll ins Gesicht und sprang in die Luft.
"Stop!", befahl er, als Lirion ihn erneut angreifen wollte.
Unser Chef zögerte.
"Ich mach sie zum Vampir!", er deutete auf mich: "Sie ist euch verdammt wichtig, nicht wahr?", er kam herunter geschwebt, jetzt, wo er sich sicher war, das sein Gegner nicht mehr angreifen würde: "Wie schade, nicht wahr. Das hast du nun davon, das du dein Herz und deine Hoffnungen an eine Sterbliche hängst, Lirion.", er lachte böse.
"Wie kommst du darauf, das ich das tue?", fragte unser Chef, sprang hoch und traf Arians Schläfe.
"Du sollst keine Dummheiten machen!", fauchte dieser und ballte die Hand zu Faust.
Ich schrie auf.
Lirion schaute sich nach mir um.
In diesem Moment wurde es mir zu viel.
Ich griff an meinen Hals, zerrte an der Kette des Amuletts, riss es ab.
Hell strahlte der Diamant in der Mitte auf.
Geblendet fuhr Arian zurück, versuchte mit seinem Arm das Licht abzuwehren.
"Jetzt!", schrie ich.
Daniel und Julius sprangen los und richteten gleichzeitig ihre Arme auf den Vampir.
Lukas verstand und tat es ihnen nach.
"Arian, Bruder von Aria, mein Urahn.", brüllte ich gegen den Sturm an, den die Magie des Amuletts verursachte: "In dem du Mitglieder des Magicons angegriffen hast, hast du ein unentschuldbares Vergehen begangen. Im Namen von Aria, die mir diese Kraft verliehen hat: Ich verbanne dich in den dunklen Schlund der ewigen Schwärze!"
Erschöpft sank ich in mich zusammen.
Schwarze Energie schoss aus den Händen meiner Partner, hüllte Arian ein.
Dann wurde er zu einer dunklen Wolke und schoss, ohne sich dagegen wehren zu können, an mir vorbei in Richtung des Schlundes der ewigen Schwärze, dem schlimmsten aller Verbannungsorte.
Doch bevor er weg war, wisperte er noch leise in mein Ohr: "Ich hab immer noch dein Herz. Ich werde wiederkommen!" Und ich hatte keinen Zweifel daran, das er sein Versprechen wahr machen würde.
Naja, ich werde jetzt nicht beschreiben, wie wir wieder zurück ins Magicon gekommen sind.
Wir wurden ordnungsmäßig behandelt.
Doch bevor ich ging, wollte ich noch jemanden besuchen.
"Warum hast du uns geholfen?", wollte ich von dem Jungen wissen.
"Arian hatte Callie unter seiner Kontrolle. Wir hatten keine Chance uns zu widersetzen, und warum auch, ihr seid schließlich Mitglieder des Magicons und denen sind wir ja bekanntlicherweise egal. Nun ja, sie griff mich mit dem Schwert an, und an das, was danach passierte, kann ich mich nur verschwommen erinnern.
Doch da warst du.", er blickte in meine Augen: "Du hast freiwillig Blut geopfert, um einen einfachen Vampir zu helfen, und das ohne Befehl des Magicons. Ich wusste sofort, du warst anders. Da konnte ich dich doch nicht einfach Arian überlassen!"
"Danke.", ich lächelte. Dann fuhr ich fort: "Du wirst hier im Magicon noch ordnungsgemäß behandelt, danach kannst du zurück zu deiner Familie. Ich werde dafür sorgen, das man die Versorgung mit Blutpulver in deiner Stadt verbessert."
"Danke. Aber ich habe nicht vor, zurückzusamagehen.", meinte der Junge.
"Wie bitte?"
"Ich bleib hier und meld mich fürs Magicon an. Jetzt wo ich von eurem Leben gekostet habe ... kann ich nicht einfach aufhören.", erklärte er.
Ich nickte. Das war verständlich. Dann ging ich zur Tür. Im Rahmen drehte ich mich noch einmal um.
"Wie ist dein Name?", wollte ich wissen.
"Mein Name ist Rayen, Elea-sama. Einfach nur Rayen "
"Okay, einfach nur Rayen. Bis dann!"